PfadnavigationHomePolitikDeutschlandRussisches GasAfD-Bundestagsfraktion will Nord-Stream-Pipeline reaktivierenVeröffentlicht am 14.04.2026Die AfD-Bundestagsfraktion berät in Cottbus über ihr Wirtschafts- und Steuerkonzept. In einem nun aufgetauchten Positionspapier ist zudem von der Reaktivierung der Nord-Stream-Pipeline die Rede. WELT-Reporter Gerrit Seebald ist vor Ort und berichtet.Wegen Moskaus Angriffskrieges gegen die Ukraine wird die russische Erdgasleitung Nord Stream nicht genutzt. Das will die AfD ändern. Auch die Kernenergie soll in Deutschland wieder reaktiviert werden.Die AfD will die russische Erdgasleitung Nord Stream reaktivieren. In einem Positionspapier der in Cottbus tagenden AfD-Bundestagsfraktion heißt es: „Wir werden die Versorgung mit Gas und Öl im deutschen Interesse weiter diversifizieren, neue Importabhängigkeiten vermeiden und die Inbetriebnahme vorhandener Lieferwege wie der Nord-Stream-Pipeline ermöglichen.“ Das Papier lag der Nachrichtenagentur AFP vor.Die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebauten Nord-Stream-Pipelines waren im September 2022 durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Planungen für eine Reparatur oder gar Inbetriebnahme gibt es bisher keine – seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine versuchen Deutschland und die Europäische Union mit Sanktionen Russlands Präsident Wladimir Putin wirtschaftlich zu beschränken. Gasverkäufe über Nord Stream würden Russland Einnahmen bringen.Lesen Sie auchNeben einer Nord-Stream-Reaktivierung will die AfD auch die Kernenergie in Deutschland reaktivieren. Kohle und Gas sollen weiter genutzt werden, einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern lehnen die AfD-Bundestagsabgeordneten ab.Außerdem wollen sie Subventionen für Wind- und Solarenergie beenden und eine Reihe an Gesetzen wieder abschaffen. Dazu zählen das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, das Klimaschutzgesetz und das Windenergieflächenbedarfsgesetz. Diese Gesetze wurden eingeführt, um den Klimaschutz in Deutschland voranzutreiben.AFP/kami