PfadnavigationHomePanoramaTarifkonflikteStreikwelle zum Wochenstart – Ausfälle bei Lufthansa und im bayerischen NahverkehrVeröffentlicht am 12.04.2026Lesedauer: 3 MinutenNeben dem Pilotenstreik der deutschen Lufthansa-Gruppe am Montag und Dienstag, hat auch die Gewerkschaft Verdi am Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer bayerischer Städte aufgerufen.Neue Streiks sorgen zum Wochenstart für Einschränkungen: Piloten der Lufthansa legen die Arbeit nieder, gleichzeitig ruft Verdi im Nahverkehr bayerischer Städte zum Ausstand auf.Für Pendler und Reisende wird der Wochenstart zur Geduldsprobe: Neben dem Pilotenstreik der deutschen Lufthansa-Gruppe am Montag und Dienstag, hat auch die Gewerkschaft Verdi am Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer bayerischer Städte aufgerufen.Unter anderem soll der Arbeitskampf U-Bahn, Bus und Tram in München und Nürnberg lahmlegen, wie Verdi mitteilt. Auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt werden die öffentlichen Verkehrsmittel der Gewerkschaft zufolge bestreikt. Nicht betroffen sind S- und Regionalbahnen. Auch Aschaffenburg ist vom Streik betroffen, dort erwartet Verdi aber keine Auswirkungen für die Fahrgäste. Teilweise waren die Warnstreiks im Vorfeld bekannt: In Regensburg hatten die dortigen Stadtwerke bereits am Freitag vor den Auswirkungen gewarnt. Dort wird ein Notfahrplan eingerichtet. Ähnliches dürfte auch in den meisten anderen betroffenen Städten der Fall sein. Lesen Sie auchMit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen teilweise reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als „realitätsfern“ abgelehnt. Ausfälle an zahlreichen deutschen FlughäfenAuch Fluggäste müssen mit Ausfällen und Verspätungen in den nächsten Tagen rechnen. Hintergrund ist der Streikaufruf der Vereinigung Cockpit (VC): Die Piloten der Lufthansa legen von Montag 00.01 bis Dienstag 23.59 ihre Arbeit nieder.Lesen Sie auchZum Streik aufgerufen sind die VC-Mitglieder bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa Cityline GmbH sowie der Eurowings GmbH. Bei Eurowings wird demnach nur am Montag gestreikt; betroffen sind alle Flüge, die von deutschen Flughäfen starten.Lesen Sie auchSo sind etwa am Hamburger Flughafen am Montag 12 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie 12 von und nach München betroffen, wie der Flughafen mitteilte. Am Dienstag fallen demnach weitere 13 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie 12 von und nach München aus. Das Eurowings-Personal ist hingegen nur am Montag zum Streik aufgerufen. Laut Flughafen fallen bei Eurowings dann 41 Ankünfte und 41 Abflüge aus. Auch in Leipzig und Dresden sind Flüge von und nach Frankfurt sowie die München-Verbindungen gestrichen worden. In Leipzig soll am Montag lediglich eine Maschine von und nach Frankfurt fliegen, die übrigen drei Verbindungen wurden gestrichen. Am Hauptstadtflughafen BER sind ebenfalls die Lufthansa-Verbindungen von und nach Frankfurt und München betroffen, wie aus der Fluginformation auf der Internetseite des BER hervorgeht. Danach werden jeweils rund 20 Starts und Landungen gestrichen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Flüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik nach Konzernangaben ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.dpa/jho