PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikKommt nach dem Deal der echte Frieden? So stabil ist die WaffenruheVeröffentlicht am 08.04.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: REUTERS/Kevin LamarqueDie Sorge war groß vor dem Ablauf von Trumps Ultimatum, denn nicht weniger als „die Vernichtung einer Zivilisation“ hatte er angedroht. Nur gut eine Stunde vor einem möglichen Militärschlag kam dann die Entwarnung: Die USA und Iran haben sich auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt.Dieser soll dabei helfen, nun eine dauerhafte Friedenslösung zu finden. Über Sieg, Niederlage und die weitere Perspektive spricht Wim Orth mit den Außenpolitik-Redakteuren Gregor Schwung und Philip Volkmann-Schluck. Außerdem geht es im „Amerika-Effekt“ um den Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte bei Trump, um nach dessen Drohungen gegen das Bündnis die Wogen zu glätten. Hier können Sie die Folge direkt hören:
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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran und die geopolitischen Folgen dieser Entscheidung. Auslöser waren drastische Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die bis hin zur Zerstörung ganzer Infrastrukturen und „Zivilisationen“ reichten. Kurz vor Ablauf des Ultimatums kam jedoch die Kehrtwende: Eine zweiwöchige Feuerpause wurde vereinbart.Zwei Pläne, viele KonfliktlinienIm Zentrum der kommenden Verhandlungen stehen nun zwei unterschiedliche Forderungskataloge. Während Teheran unter anderem Sicherheitsgarantien und die Aufhebung von Sanktionen verlangt, beharren die USA auf weitreichenden Zugeständnissen. Besonders strittig ist die Frage, ob der Iran weiterhin Uran anreichern darf. Diese Differenzen könnten sich als schwer überwindbar erweisen.Auch die Rolle externer Akteure ist bemerkenswert. Pakistan tritt als Vermittler auf und nutzt damit die Chance, sich außenpolitisch stärker zu positionieren. Gleichzeitig verfolgt Israel eigene militärische Ziele in der Region, unabhängig von der vereinbarten Waffenruhe. Das erhöht die Unsicherheit zusätzlich.Erfolg oder Zugeständnis?Politisch stellt sich die Frage, wie die Vereinbarung zu bewerten ist. Die US-Regierung spricht von einem Erfolg. Kritiker verweisen jedoch darauf, dass zentrale Ziele – etwa ein Regimewechsel im Iran – nicht erreicht wurden. Zudem könnte die Einigung eher das Ergebnis zuvor erzeugten Drucks sein als ein nachhaltiger diplomatischer Durchbruch.Auch innerhalb der NATO sorgt das Vorgehen für Spannungen. Zweifel an der Verlässlichkeit der USA als Partner nehmen zu. Ob es gelingt, diese Risse zu kitten, dürfte entscheidend für die zukünftige sicherheitspolitische Ordnung sein.







