PfadnavigationHomePolitikDeutschlandTödliche GefahrSchutz für Igel – Städtetag will Nachtfahrverbot für MähroboterVeröffentlicht am 06.04.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: Armin Weigel/dpa/dpa-tmnEin nächtlicher Einsatz von Mährobotern kann für Igel und andere Kleintiere tödlich enden. Der Städtetag fordert deshalb strengere Regeln: Geräte sollen nachts stillstehen, Hersteller nachbessern – und auch Gartenbesitzer sollen stärker Verantwortung übernehmen.Der Deutsche Städtetag hat zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren ein Nachtfahrtverbot für Mähroboter gefordert. „Gerade in den Abendstunden sind in den Gärten viele Tiere aktiv“, sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin von Lüneburg, Claudia Kalisch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein bundesweites Nachtfahrverbot sei deshalb „konsequenter Schutz“.Die Tiere seien auf diese Grünflächen im unmittelbaren Wohnumfeld angewiesen, erklärte Kalisch. Städte seien inzwischen Ersatzlebensräume für viele Tiere, da Lebensräume in der freien Natur verloren gingen.Kalisch sieht auch die Hersteller der Geräte in der Pflicht. Der Städtetag appelliere an die Hersteller, „Lösungen zu finden, damit Kleintiere durch Mähroboter nicht weiter gefährdet werden“. Auch Bürger könnten aktiv am Schutz der Kleintiere mitarbeiten, indem sie ihre Geräte so einstellen, dass sie nicht nachts fahren. „Das ist ein wichtiger Baustein, um die Tiere zu schützen und die Lebensqualität in der Stadt durch Artenvielfalt zu bereichern.“Lesen Sie auchGerade Igel seien durch Mähroboter besonders gefährdet, weil sie sich bei Gefahr instinktiv zusammenrollen anstatt zu fliehen, erklärte Kalisch.Igel stehen in Deutschland unter besonderem Schutz. Für das Fangen, Verletzen oder Töten der Tiere kann je nach Bundesland ein Bußgeld von 5.000 bis 65.000 Euro anfallen.Naturschützen sehen zudem eine Gefahr im Trend hin zu immer größeren Osterfeuern. Der Osterbrauch werde teilweise als Riesen-Veranstaltung beworben, sagte ein Sprecher des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen in Hannover. Immer größere Holzstapel und immer mehr Besucher erhöhten jedoch auch die Belastung für Natur und Umwelt. „Gerade in einer Zeit, in der wir vielerorts über den Rückgang von Arten sprechen, sollten wir sehr genau überlegen, ob solche Veranstaltungen noch zeitgemäß sind“, so der Umweltschützer. „Traditionen dürfen nicht dazu führen, dass Tiere in einer ohnehin sensiblen Phase unnötig gestört oder sogar getötet werden.“AFP/nw
Tödliche Gefahr: Schutz für Igel – Städtetag will Nachtfahrverbot für Mähroboter - WELT
Ein nächtlicher Einsatz von Mährobotern kann für Igel und andere Kleintiere tödlich enden. Der Städtetag fordert deshalb strengere Regeln: Geräte sollen nachts stillstehen, Hersteller nachbessern – und auch Gartenbesitzer sollen stärker Verantwortung übernehmen.







