PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgTierseuche trifft Geflügel - Ministerin hofft auf BeruhigungVeröffentlicht am 03.04.2026Lesedauer: 3 MinutenAgrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) spricht von einer angespannten und dramatischen Lage nach den Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit bei Geflügelbeständen. (Archivbild)Quelle: Britta Pedersen/dpaMillionen Tiere mussten getötet werden, Geflügelbetriebe zittern: Trotz Impfpflicht ist die Newcastle-Krankheit in Brandenburg zurück. Die Agrarministerin hofft eine allmähliche Beruhigung der Lage.Nach den Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit in Geflügelbetrieben hofft Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt, dass sich die Lage bald beruhigt. «Das ist eine Dramatik, die dahintersteht. Aber wir hoffen, dass wir jetzt so langsam in ein ruhiges Fahrwasser kommen, dass sich die Infektionswelle auch nicht in Richtung Gesamtdeutschland ausweitet», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam.Die für Geflügel hoch ansteckende Tierseuche ist in Brandenburg und Bayern ausgebrochen. Millionen Tiere mussten seit Februar getötet werden. In Brandenburg ist der Landkreis Dahme-Spreewald am stärksten betroffen. Dort wurde ein Krisenstab eingerichtet. Die Schutzvorkehrungen in Brandenburg, wo bislang 18 Ausbrüche registriert wurden, sind hoch gefahren, damit die Tierseuche wieder gestoppt werden kann.«Wir schützen auch Gesamtdeutschland»Die Ministerin sagte: «Wir schützen hier auch Gesamtdeutschland. Wir machen hier wieder die Arbeit für alle anderen und erwarten natürlich auch ein Stück weit Solidarität, gerade gegenüber den Betrieben.» Da der Ausbruch der Krankheit Umsatzverluste mit sich bringe, müssten die Betriebe entschädigt werden. Die Tierseuchenkasse könne nur zu einem Teil unterstützen, sagte Mittelstädt.Schwierige UrsachensucheEs sei zudem schwierig, eine eindeutige Ursache für den Ausbruch der Newcastle-Krankheit zu finden. Das Virus könne über ganz unterschiedliche Wege in Ställe gelangen, über Futter aber auch Personal oder Schadnager, sagte die Ministerin.Die Tierseuche brach im Februar erstmals seit 30 Jahren wieder in Brandenburg aus - trotz der in Deutschland geltenden Impfpflicht. Auch in Polen und Tschechien trat die Newcastle-Krankheit vermehrt auf. Die in Brandenburg nachgewiesenen Viren gehören laut Ministerium zu einem Genotyp, der insbesondere in diesen osteuropäischen Ländern zirkuliert.«Natürlich kann man sich auch die Frage stellen, warum haben wir in Deutschland eine Impfpflicht und in Polen nicht (...)?», meinte Mittelstädt. Solche Fragen werde sie auch «in Richtung Brüssel» sehr deutlich stellen.Sorge um Schweinepestfall in SachsenEin neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Görlitz im Nachbarland Sachsen bereitet ebenfalls Sorgen. Die Tierseuche ist in Brandenburg eingedämmt. «Damit rückt die Tierseuche erneut bedrohlich nah an Brandenburg heran», teilte der Landesjagdverband mit.Erst vor kurzem seien die Schutzzonen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Süden Brandenburgs aufgehoben worden. Nun werde deutlich, dass weiterhin konsequente Maßnahmen erforderlich seien, um ein erneutes Einschleppen des Virus zu verhindern, erklärte der Jagdverband.Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Der erste Fall in Deutschland trat am 10. September 2020 im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis nahe der Grenze zu Polen auf. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine Impfung zu schützen. Das Virus kann durch den Menschen etwa über kontaminierte Lebensmittel eingeschleppt werden.dpa-infocom GmbH
Tierseuche trifft Geflügel - Ministerin hofft auf Beruhigung - WELT
Millionen Tiere mussten getötet werden, Geflügelbetriebe zittern: Trotz Impfpflicht ist die Newcastle-Krankheit in Brandenburg zurück. Die Agrarministerin hofft eine allmähliche Beruhigung der Lage.






