PfadnavigationHomeRegionalesHamburgCampus-ErweiterungNeue Uni‑Gebäude bereit für ihre Studenten – sie sind aber teuer erkauftVeröffentlicht am 02.04.2026Lesedauer: 2 MinutenBlick auf das MIN-Forum (l) und das Haus der Informatik (r) am Campus Bundesstraße der Universität HamburgQuelle: Marcus Brandt/dpaZum Sommersemester öffnen das neue MIN‑Forum und das Haus der Informatik vollständig. 30.500 Quadratmeter für Lehre, Mensa und Bibliothek – aber ein Bau, der mit 284 Millionen Euro deutlich teurer wurde als geplant. Finanzsenator Dressel mahnt mehr Standardbau.Studierende der Universität Hamburg können das neue MIN-Forum für Mathematiker, Informatiker und Naturwissenschaftler sowie das ebenfalls neue Haus der Informatik am Campus Bundesstraße mit Beginn des Sommersemesters in vollem Umfang nutzen. „In der nächsten Woche geht es mit den Seminaren und Vorlesungen so richtig los“, sagte Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) bei einem Rundgang durch die beiden Gebäude, die eine Gesamtfläche von etwa 30.500 Quadratmetern haben.Finanzsenator Andreas Dressel zeigte sich von den Gebäuden begeistert. Die Kosten trieben ihm jedoch Sorgenfalten auf die Stirn. „Insgesamt stehen hier 284 Millionen Euro auf der Uhr“, sagte der SPD-Politiker. Ursprünglich war einmal mit knapp 170 Millionen Euro kalkuliert worden. Angesichts dieser Kostensteigerungen und der Kostenexplosion beim schräg gegenüberliegenden „Haus der Erde“ von ursprünglich knapp 180 Millionen auf nun mehr als 400 Millionen Euro betonte Dressel erneut, dass künftig auch bei den Hochschulen verstärkt auf standardisiertes Bauen gesetzt werden müsse. Lesen Sie auchGrund für die Kostensteigerungen waren den Angaben zufolge die Auswirkungen der Corona-Pandemie, Materialengpässe und der Fachkräftemangel. Aber auch die Folgen des Ukraine-Kriegs hätten zu den Mehrkosten beigetragen. Dadurch verzögerte sich auch das Ende der bereits im Jahr 2018 begonnenen Bauarbeiten. Statt 2023 wurden die Gebäude erst vor einigen Monaten fertig.„Uns freut es sehr, dass wir jetzt auch wirklich unser Kind sozusagen in die Freiheit geben dürfen, wo die Studierenden und die Professoren das Haus in Beschlag nehmen“, sagte der Geschäftsführer der Gebäudemanagement Hamburg GmbH, Jens Kerkhoff. Projektleiterin Rabea Abayan sagte, besonders öffentlichkeitswirksam sei das achtgeschossige MIN-Forum, weil dort neben Hörsälen, Seminarräumen und Büros auch die Bibliothek und die zentrale Mensa für den Campus Bundesstraße mit seinen rund 13.000 Studierenden untergebracht seien. In der Mensa mit ihren rund 400 Plätzen sollen einmal täglich rund 2000 Essen gekocht werden. Zudem gebe es einen „Shop to go“, in dem es unter anderem Snacks und Getränke gebe und den auch Anwohner nutzen können. Das gegenüberliegende, acht- und zwölfgeschossige Haus der Informatik beherbergt den mit 500 Plätzen größten Hörsaal sowie ein großes Foyer, das ausdrücklich auch für Veranstaltungen genutzt werden soll.lno/juve