PfadnavigationHomeRegionalesHamburgÖffentliche SaunenMehr Polizei, weniger Übergriffe – das sind die Zahlen aus Hamburgs BädernVeröffentlicht am 30.03.2026Lesedauer: 2 MinutenBlick in eine Sauna der Alsterschwimmhalle in Hamburg.Quelle: Christian Charisius/dpaIn Hamburgs Saunen sinken die gemeldeten Übergriffe, doch der Einsatzbedarf steigt. Vor allem zwei Bäder fallen immer wieder auf. Betreiber Bäderland sieht dafür Gründe, die weniger mit Zahlen als mit der wachsenden Aufmerksamkeit der Gäste zu tun haben.Die Zahl der sexuellen Übergriffe in den Hamburger öffentlichen Bädern und Saunen ist nach offiziellen Angaben in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen. 2023 seien 30 Fälle dokumentiert worden, 2024 noch 28 und im vergangenen Jahr 16, teilte der Senat auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mit. Die Zahl der Polizeieinsätze in den öffentlichen Bädern und Saunen nahm unterdessen von 25 (2023) auf 29 (2025) zu. In den meisten Fällen reagierte der städtische Betreiber Bäderland mit einem Hausverbot. Doch nicht immer seien die Personalien der Beschuldigten bekannt gewesen. Einige von Übergriffen Betroffene hätten sich erst später an Bäderland gewandt, hieß es.Lesen Sie auch2023 und 2024 ereigneten sich die meisten Belästigungen und Übergriffe im Holthusenbad im Stadtteil Eppendorf. 2025 lag dieses Bad mit fünf Fällen weiterhin vorn, allerdings wurden im Billebad in Bergedorf ebenfalls fünf Vorkommnisse gezählt.Mit dem Betrieb der Freibäder hätten die Zahlen nichts zu tun, sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel. Auch im klassischen Sportbad sei das kein Thema. Es gehe um Vorfälle, die sich im Umfeld von Saunen abspielten, wo man sich oft nackt begegne. Die Sensibilität für sexuelle Belästigungen habe zugenommen. „Sobald sich jemand belästigt fühlt, ist es eine Belästigung“, sagte der Sprecher.Unternehmenssprecher: Sensibilität hat zugenommenDen Rückgang der Meldungen erklärte er mit dem erfolgreichen Präventionskonzept des Betreibers. Die Zahl der Polizeieinsätze habe zugenommen, weil Betroffene häufiger zustimmten, die Beamten zu rufen. Das Holthusenbad sei ein historisches Gebäude mit vielen Ecken und Winkeln, in denen man sich gut verstecken könne. Dank der Präventionsbemühungen seien die Belästigungen aber auch dort zurückgegangen, sagte Dietel. Bäderland zählte 2025 rund 4,5 Millionen Gäste. Es gibt zehn Bäder mit Sauna.Zuvor hatte NDR 90,3 über das Thema berichtet.
Öffentliche Saunen: Mehr Polizei, weniger Übergriffe – das sind die Zahlen aus Hamburgs Bädern - WELT
In Hamburgs Saunen sinken die gemeldeten Übergriffe, doch der Einsatzbedarf steigt. Vor allem zwei Bäder fallen immer wieder auf. Betreiber Bäderland sieht dafür Gründe, die weniger mit Zahlen als mit der wachsenden Aufmerksamkeit der Gäste zu tun haben.






