PfadnavigationHomePanoramaMesserangriff in WittenTödlicher Messerangriff auf eigene Familie – Ermittler tappen beim Motiv im DunkelnVeröffentlicht am 30.03.2026Lesedauer: 2 MinutenMenschen haben unweit des Tatorts an einer angemeldeten Kundgebung teilgenommen, Blumen und Kerzen wurden abgelegtQuelle: Christoph Reichwein/dpaEin 13-jähriger Junge ist tot, Schwester und Mutter sind schwer verletzt – verdächtigt wird der Vater: Die Bluttat innerhalb einer Familie hat die Anwohner schockiert. Das Motiv bleibt weiterhin unklar.Nach dem mutmaßlichen Messerangriff eines Vaters auf seine Familie in Witten, bei dem der 13-jährige Sohn tödlich sowie Frau und Tochter lebensgefährlich verletzt wurden, suchen die Ermittler nach dem Warum. „Es gibt zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Erkenntnisse zur Motivlage. Diesbezüglich laufen die Ermittlungen“, sagte Staatsanwalt Jan Finke auf Nachfrage. So deute nichts auf einen im Hintergrund stehenden Trennungsstreit des Ehepaares hin: „Es sieht derzeit danach aus, dass die Familie kurz davor war, gemeinsam in den Urlaub zu fahren“, so der Staatsanwalt.Der 40-jährige Deutsche wird verdächtigt, am Samstag seine Frau, die neunjährige Tochter sowie den 13 Jahre alten Sohn während eines Streits mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Kurz danach starb der Junge. Der 40-Jährige wurde festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht. Zeugen waren auf Schreie in einer Wohnstraße aufmerksam geworden und hatten die Tat gesehen. Bei seiner Vorführung bei der Haftrichterin habe der Beschuldigte von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch gemacht. Derzeit werde dem 40-Jährigen Totschlag und zweifacher versuchter Totschlag vorgeworfen. „Wir wissen derzeit nur, dass er zugestochen hat und gehen auch von Tötungsabsicht aus“, so Finke. Die Hintergründe und der Ablauf des Geschehens seien aber noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Auch wo die Tat begonnen habe, werde noch untersucht. „Wir haben auch eine Spurenlage im Haus“, sagte Finke. Mutter und Tochter weiter im Krankenhaus Laut Polizeisprecher Marco Bischoff hatten sich rund 20 Nachbarn und Menschen aus dem Umfeld des Tatorts bei der Polizei gemeldet. Sie seien teilweise stark traumatisiert. Umso mehr würden die Zeugenvernehmungen Zeit brauchen. „Es ist ein tragischer Fall und ein schlimmer Verdacht. Es wird viel Anteilnahme gezeigt“, so Bischoff. Lesen Sie auchDie 38-jährige Mutter sowie ihre neunjährige Tochter befinden sich nach Angaben des Sprechers weiterhin im Krankenhaus und seien inzwischen in einem stabilen Zustand.dpa/krott/nw