PfadnavigationHomePolitikDeutschlandKundgebung in BerlinTausende folgen Demo-Aufruf von Collien Fernandes – Luisa Neubauer spricht über BedrohungenVeröffentlicht am 22.03.2026Lesedauer: 3 MinutenNach den schweren Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen sind zahlreiche Menschen in Berlin auf die Straße gegangen. Unter den 6000 Teilnehmern waren auch die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer und Grünen-Politikerin Ricarda Lang.Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren früheren Ehemann Christian Ulmen versammeln sich Menschen zu einer Demonstration am Brandenburger Tor. Es kommen deutlich mehr als die 500 angemeldeten Teilnehmer.Mehrere tausend Menschen haben in Berlin an einer Demonstration „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ teilgenommen. Sie versammelten sich am Sonntagnachmittag am Brandenburger Tor auf dem vollständig gefüllten Pariser Platz. Auf Plakaten stand: „Menschenrechte auch im Internet“ und „Die Scham muss die Seiten wechseln“. Die Polizei sprach von 6700 Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen.Unter den überwiegend jungen Demonstranten waren auch bekannte Politikerinnen wie Saskia Esken (SPD), Ricarda Lang, Lisa Paus und Katrin Göring-Eckardt (alle Grüne). Mit Jette Nietzard, Henriette Held und Luis Bobga war auch die Grüne Jugend vertreten.Luisa Neubauer: Personenschutz wegen Bedrohung durch MännerAktivistin Luisa Neubauer sagte in ihrer Rede: „Es ist ein so entscheidendes Zeichen, dass wir keine Sekunde Ruhe geben.“ Mehrfach betonte sie: „Ich würde mich gerne nur ins Klima kümmern. Aber es geht nicht. Nicht in dieser Gesellschaft und dieser Zeit und bei diesen Männern.“Seit fünf Jahren brauche sie Personenschutz der Polizei, wenn sie zu Demonstrationen gehe, weil es Bedrohungen von Männern gebe, sagte Neubauer. Immer wieder melde sich das LKA bei ihr, weil es Stalker gebe, real und im Internet. Eine Hilfsorganisation berichte ihr, dass das Internet voll sei mit sexualisierten Fakebildern von ihr. Erstellt offenbar von Männern, die Gewaltfantasien hätten, die eine Sucht hätten nach Kontrolle und Abwertung von Frauen. „Solange diese Gewalt herrscht, kämpfen wir für Gesetze, die die Täter nicht länger schützen, sondern die Opfer.“Gewalt „bleibt in den Suchmaschinen in den Köpfen“Theresia Crone, eine weitere Klimaschutzaktivistin, sagte: „Digitale Gewalt endet nicht so richtig. Sie bleibt in den Suchmaschinen in den Köpfen.“ Sie berichtete von einem Fake-Profil mit ihrem Namen und Gesicht und Fotos von sexuellen Situationen und Gewalt. Sehr lange habe es gedauert, bis ein Täter bestraft worden sei. Und so etwas passiere tausendfach.Lesen Sie auchDie Kundgebung am Brandenburger Tor fand wegen der aktuellen Diskussion in Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes statt. Hintergrund sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“ handle. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“.Cyberstrafrecht soll reformiert werdenFernandes warb ebenfalls für die Demonstration und schrieb bei Instagram: „Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Sie finden statt, in der Mitte unserer Gesellschaft.“Lesen Sie auchAuf Bundesebene hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Cyberstrafrecht zu reformieren und Strafbarkeitslücken zu schließen, etwa „bei bildbasierter sexualisierter Gewalt. Dabei erfassen wir auch Deep Fakes“, heißt es darin. Bundesjustizministerin Hubig hatte angekündigt, noch im Frühjahr einen Gesetzentwurf vorzulegen.dpa/doli
Berlin: Tausende folgen Demo-Aufruf von Collien Fernandes – Luisa Neubauer spricht über Bedrohungen - WELT
Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren früheren Ehemann Christian Ulmen versammeln sich Menschen zu einer Demonstration am Brandenburger Tor. Es kommen deutlich mehr als die 500 angemeldeten Teilnehmer.









