PfadnavigationHomeWirtschaftIran-KriegBankenverband senkt Wachstumsprognose für Deutschland deutlichVeröffentlicht am 24.03.2026Der internationale Schiffsverkehr ist durch den Iran-Krieg betroffenQuelle: Christian Charisius/dpaDer Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus belasten die Wirtschaft in Deutschland zunehmend. Jetzt senken die Volkswirte der privaten Banken ihre Prognose für das laufende Jahr.Die privaten Banken in Deutschland sagen für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent voraus, 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst. Die Verbraucherpreise sollen laut der Prognose des Bankenverbands, die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt, um 2,6 Prozent steigen.Für das Jahr 2027 erwarten die Banken ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. Die Prognose ist angesichts des Iran-Krieges aber mit großer Unsicherheit behaftet. Annahme ist, dass die Energiepreise auf den Weltmärkten ab Mai wieder sinken. In einem „Risikoszenario“ mit monatelang hohen Ölpreisen kommen die Bankvolkswirte nur noch auf ein Wachstum von 0,6 Prozent und mehr als 3 Prozent Inflation in Deutschland. „Die Kernfrage ist: Wann fahren die Öltanker wieder durch die Straße von Hormus?“, sagt Felix Hüfner, Chefvolkswirt für Deutschland bei der UBS Investmentbank und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik des Verbandes. Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und „Business Insider Deutschland“ erstellt.Daniel Zwick ist Wirtschaftsredakteur in Berlin und berichtet für WELT über Wirtschafts- und Energiepolitik, Digitalisierung und Staatsmodernisierung.