PfadnavigationHomeRegionalesHamburgSchleswig-Holstein übernimmt Schulden des UniklinikumsVeröffentlicht am 19.03.2026Lesedauer: 3 MinutenDas Land Schleswig-Holstein entlastet das UKSH finanziell unter anderem von Baukosten. (Archivbild)Quelle: Christian Charisius/dpaRegierung und Opposition stehen geschlossen hinter dem Universitätsklinikum. Der Landtag entlastet das UKSH und übernimmt Kredite sowie Baukosten. Was das für die Zukunft bedeutet.Mit dem sogenannten Zukunftspakt II macht der Landtag den Weg für eine finanzielle Entlastung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) frei. Mit einer Milliardensumme stützt das Land den Maximalversorger mit rund 17.500 Beschäftigten. «Das hohe Defizit des UKSH war in der Landesregierung seit Ende der Pandemie ein Thema, das mit großer Geschwindigkeit an Bedeutung und Dynamik zunahm», sagte Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) in Vertretung von Finanzministerin Silke Schneider (Grüne).Ein wesentlicher Punkt ist die Übernahme der Kredite für die Modernisierung des Klinikums in Höhe von fast 922 Millionen Euro, die im Rahmen einer 2014 gestarteten Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) aufgenommen wurden. Das geschah mit dem vom Parlament einstimmig beschlossenen Nachtragshaushalt. In einem weiteren Schritt übernimmt das Land künftige Baukosten von 2027 bis 2044 in Höhe von rund 433 Millionen Euro.Trendwende?Außerdem wird der Investitionskostenzuschuss für das UKSH von derzeit 32 auf 40 Millionen Euro in 2027 und 50 Millionen Euro im Jahr 2028 angehoben. Für die Modernisierung der Wärme- und Stromversorgung gibt es 75 Millionen Euro. «Insgesamt bedeutet das eine wirtschaftliche Entlastung von 1,077 Milliarden Euro bis 2035», sagte Stenke. Das bedeute eine echte strukturelle Trendwende für das Klinikum mit Standorten in Kiel und Lübeck.Die finanziellen Folgen für das Land sind jedoch erheblich. «Für den Landeshaushalt bedeutet das ab 2027 eine deutlich höhere Gesamtverschuldung und jährlich zusätzliche Kosten von gut 40 Millionen Euro für Zinsen und Baukosten. Das ist viel. Aber das ist verantwortbar – weil die