PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastSepsis erkennen: Wann aus einer Infektion ein Notfall wirdVeröffentlicht am 12.03.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: Getty Images/Photographer, Basak Gurbuz DermaEine Sepsis ist ein medizinischer Notfall und zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen mit Infektionen, die plötzlich deutlich schwerer verlaufen als erwartet.Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Sepsis erkennen: Welche Warnzeichen bei einer Blutvergiftung lebenswichtig sindIn der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Sepsis. Professor Michael Bauer, Intensivmediziner an der Uniklinik Jena und Vorstand des Zentrums für Sepsis und Sepsisfolgen, erklärt, warum aus einer zunächst gewöhnlichen Infektion ein lebensbedrohlicher Notfall werden kann. Entscheidend ist nicht allein der Erreger, sondern eine Immunreaktion, die außer Kontrolle gerät und Organe schädigt.In Deutschland erkranken jedes Jahr Hunderttausende Menschen an einer Sepsis, Zehntausende sterben daran. Besonders häufig entwickelt sie sich aus Atemwegsinfektionen wie einer Lungenentzündung. Aber auch Harnwegsinfekte, Entzündungen im Bauchraum oder infizierte Wunden können der Auslöser sein.Wenn das Krankheitsgefühl plötzlich extrem wirdEin wichtiges Warnsignal ist ein Krankheitsgefühl, das Betroffene als völlig neu und ungewöhnlich schwer empfinden. Hinzu kommen oft kalte, feuchte oder fleckige Haut, ein schneller Puls, Kurzatmigkeit und ein niedriger Blutdruck. Auch Verwirrtheit, Benommenheit oder starke Schläfrigkeit können darauf hindeuten, dass Organe bereits beeinträchtigt sind. Gerade bei älteren Menschen zeigen sich schwere Verläufe oft nicht zuerst durch hohes Fieber, sondern durch Wesensveränderungen und Apathie.Der oft zitierte rote Streifen auf der Haut ist dagegen kein typisches Sepsiszeichen. Er weist meist auf eine Entzündung der Lymphbahnen hin. Zwar kann auch daraus eine gefährliche Infektion entstehen, häufiger beginnt eine Sepsis aber an ganz anderer Stelle im Körper.Warum jede Stunde zähltDie Behandlung muss so früh wie möglich beginnen. Zunächst wird der Infektionsherd bekämpft, etwa mit Antibiotika oder, wenn nötig, durch einen Eingriff. Gleichzeitig müssen Kreislauf und Organfunktionen stabilisiert werden, etwa mit Infusionen, Sauerstoff oder intensivmedizinischer Betreuung. Je schneller die Ursache erkannt wird, desto besser sind die Chancen, schwere Schäden oder einen tödlichen Verlauf zu verhindern.Wer bei einer Infektion plötzlich starke Luftnot, auffällige Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme bemerkt, sollte deshalb sofort ärztliche Hilfe holen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.