PfadnavigationHomeSportFormel 1Artikeltyp:MeinungNeue RegelnWie bei Mario Kart – die neue Formel 1 ist besser als die alteVon Michel MilewskiVeröffentlicht am 09.03.2026Lesedauer: 2 MinutenMercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli, (links) feiert bei der Siegerehrung mit dem drittplatzierten Ferrari-Fahrer Charles Leclerc Quelle: Scott Barbour/AP/dpaNach dem ersten Rennen mit den neuen Regeln fordern Stars wie Max Verstappen ein Umdenken. Das Gemecker ist überzogen. Der Saisonauftakt in Melbourne zeigt das deutlich.Was wurde nicht alles gemeckert. Noch bevor ein einziger Rennkilometer nach der Regel-Revolution der Formel 1 (Motoren zur Hälfte elektrisch, Autos langsamer, kleinere Reifen) zurückgelegt worden war, hatten viele ihr Urteil bereits gefällt. Max Verstappen (Red Bull) sprach von einer „Formel E auf Steroiden“, Fernando Alonso (Aston Martin) sagte, die Autos seien so langsam, es könne sie sogar der Koch von Aston Martin fahren.Langsamer sind die Boliden, das stimmt – aber nur eineinhalb Sekunden im Vergleich zum Australien-Rennen 2022, als das Regelwerk letztmals überarbeitet wurde. Für den Fan ist das mit dem bloßen Auge niemals zu erkennen. Was man aber sieht: Das Racing ist besser.Der Saisonauftakt in Australien war geprägt von Positionskämpfen, Überholmanövern und Strategie-Spielen. Also all das, was sich die Verantwortlichen des Weltverbands Fia und der Formel 1 erhofft haben. Nach dem Grand Prix dürfen sie sich darum berechtigterweise bestätigt fühlen. Die neue Formel 1 ist besser als die alte.Die Chance ist groß, dass die Formel 1 mit Spannung punkten kannDie neuen Regularien lassen die Königsklasse des Motorsports wie eine real gewordene Version des Videospiel-Klassikers Mario Kart wirken. Während in den vergangenen Jahren oft nach dem Start klar war, wer das Rennen macht, ist jetzt bis zum Schluss alles möglich. Und die Chancen, dass das so bleibt, sind hoch.Die Dominanz von Mercedes aus dem Qualifying (0,8 Sekunden Vorsprung) ist bei weitem nicht so groß, wie befürchtet. Ferrari hat gezeigt, dass sie pfeilschnell sind. Verstappen pflügte mit seinem Red Bull durch das Feld, wurde nach Startplatz 20 noch Sechster. Mit besserer Ausgangslage wäre er aufs Podium gefahren.Lesen Sie auch