PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinenetzweltCybersicherheit: 11.500 Unternehmen haben Pflicht erfülltVeröffentlicht am 07.03.2026Lesedauer: 3 MinutenClaudia Plattner ist Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Für Cybersicherheit ist das Innenministerium zuständig, für die Digitalisierung der Verwaltung das neue Digitalministerium. (Archivbild) Quelle: Britta Pedersen/dpaEin seit Dezember geltendes Gesetz verpflichtet schätzungsweise mehr als 29.000 Unternehmen in Deutschland, sich gegen Cyberangriffe und andere gravierende IT-Vorfälle zu schützen. Aber tun sie das?Schätzungsweise mehrere Tausend für das Gemeinwesen wichtige Unternehmen und Institutionen in Deutschland haben sich nicht innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Zeitrahmens beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registriert. Bis zum Ablauf der Registrierungsfrist am Freitag sind nach Angaben einer Sprecherin der Behörde rund 11.500 Unternehmen und Institutionen der Verpflichtung nachgekommen, sich gemäß der NIS-2-Richtlinie über das BSI-Portal zu registrieren.Für mehr WiderstandsfähigkeitDie neuen Vorgaben dürften nach Schätzung der Bundesregierung fast 30.000 Firmen in Deutschland betreffen. Die Registrierungspflicht ist Teil der NIS-2-Richtlinie der Europäischen Union für Cybersicherheit der kritischen Infrastruktur. Dabei geht es darum, dass für die Versorgung der Bevölkerung wichtige Unternehmen und Bundesbehörden mehr machen müssen, um sich vor IT-Ausfällen und Cyberangriffen zu schützen.Dazu gehören unter anderem Schulungen von Mitarbeitern, aber auch die Registrierung beim BSI. Außerdem müssen der Cybersecurity-Behörde in Bonn erfolgreiche Hackerangriffe und andere Vorfälle gemeldet werden, die die Cybersicherheit betreffen. Davor schrecken Unternehmen manchmal zurück, weil sie einen Reputationsschaden befürchten.Welche Auswirkungen IT-Sicherheitsvorfälle für die Bevölkerung haben können, hat sich etwa gezeigt, als im vergangenen Herbst ein Flughafen-Dienstleister Opfer eines Cyberangriffs wurde. Betroffen waren mehrere Flughäfen in Europa. Der Hackerangriff legte am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) elektronische Systeme lahm, die für die Passagier- und Gepäckabfertigung genutzt werden.