PfadnavigationHomePolitikAuslandNahost-KriegAserbaidschan wirft Iran Drohnenangriff vor – und mobilisiert ArmeeVeröffentlicht am 05.03.2026Lesedauer: 2 MinutenEine im Iran gestartete Drohne hat nach aserbaidschanischen Angaben einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das aserbaidschanische Außenministerium.Nach einem mutmaßlichen iranischen Drohnenangriff auf einen Flughafen und eine Schule in Aserbaidschan hat die Regierung in Baku ihre Streitkräfte mobilisiert. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es an den Iran gerichtet.Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Zwei Personen wurden verletzt. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff. Der Staat Aserbaidschan verurteile den „abscheulichen Terrorakt“, hieß es in einer Erklärung von Aliyevs Präsidialamt. Der Iran müsse Auskunft geben, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Aserbaidschan beteilige sich nicht an Operationen gegen den Iran. Es schütze aber seine territoriale Integrität und werde sie weiter schützen.Die autonome Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans getrennt, das Gebiet grenzt an Armenien, den Iran und die Türkei. Aserbaidschans autoritär regierender Präsident Ilham Alijew hatte noch am Vortag in der iranischen Botschaft nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei kondoliert. Der Staat am Kaspischen Meer hat zuletzt seine Beziehungen zu Israel ausgebaut und pflegt gute Beziehungen zur Türkei. Lesen Sie auchDer iranische Generalstab erklärte laut iranischem Staatsfernsehen, dass die Islamische Republik bestreite, eine Drohne auf das Nachbarland abgefeuert zu haben. Unter der Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel hieß es, „solche Aktionen des zionistischen Regimes“ seien „nicht neu“. Sie zielten darauf ab, „die Beziehungen zwischen muslimischen Ländern auf verschiedene Weise zu stören“.Alle Entwicklungen zum Iran in unserem Liveticker.Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Mittwoch in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen. Der iranische Generalstab hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass sein Land die Türkei angegriffen habe. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei.dpa/nw