PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikDroht Trump im Iran ein zweiter Irak?Veröffentlicht am 02.03.2026Lesedauer: 3 MinutenIrakische Schiiten tragen eine Sargattrappe des iranischen Anführers Ali Chamenei während einer symbolischen Beerdigung.Quelle: Anmar Khalil/AP/dpaNach den US-Angriffen und dem Tod von Irans oberstem Anführer Ali Chamenei eskaliert der Konflikt im Nahen Osten weiter. Teheran feuert Raketen auf Israel, US-Basen und auch zivile Ziele in der Region - und die USA haben mittlerweile erste eigene Opfer zu beklagen.Die Lage bleibt extrem volatil, ein Ende der Kampfhandlungen ist derzeit nicht absehbar. Während Washington auf die Zerschlagung des iranischen Raketen- und Atomprogramms drängt, setzt Teheran auf Vergeltung. Nahost-Experte Daniel-Dylan Böhmer spricht mit Wim Orth über ein Regime im Überlebenskampf – mit unklaren Folgen für die gesamte Region und den Welthandel.Hier können Sie die Folge direkt hören:
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Den in dieser Folge erwähnten Podcast „Ernstfall - Was, wenn Russland uns angreift?“ finden Sie unter diesem Link.
Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die Folgen der US-israelischen Angriffe auf den Iran – und um die Frage, wer nach dem Tod des langjährigen Revolutionsführers Ali Chamenei die Kontrolle übernimmt.WELT-Nahost-Experte Daniel-Dylan Böhmer ordnet die Machtmechanik des Systems und die militärischen Optionen ein – mit Blick auf Irans Sicherheitsapparate und die Nachfolgeregeln in Teheran.Wer führt Teheran jetzt?Für den Iran hat aktuell die Handlungsfähigkeit Vorrang zu einer festen neuen Neuordnung der Führungsfigur. Entscheidend ist dabei ein Notfallmechanismus, der im Kriegsfall die Rolle des Revolutionsführers ersetzt – und den Einfluss der Revolutionsgarden mitdenkt.Parallel dazu versuchen die USA, ihr Ziel eng zu definieren: Zerschlagung zentraler Raketen- und Nuklearfähigkeiten – ohne ein langfristiges „Nation Building“. Auf dem Schlachtfeld zeigt sich ein Muster der Eskalationskontrolle – und ihres Scheiterns: Iranische Angriffe richten sich gegen Israel und US-Stellungen in der Region, zugleich mehren sich Meldungen über Schäden auch in Nachbarstaaten. Auf US-Seite wurden erste Tote und Verletzte bestätigt, was den innenpolitischen Preis in Washington erhöht.Je länger der Konflikt dauert, desto stärker wächst zudem das Risiko, dass Akteure außerhalb des unmittelbaren Kriegsschauplatzes hineingezogen werden – durch Vergeltung, Fehlsteuerung oder das Kalkül, Verhandlungsmacht aufzubauen.Nadelöhre für Öl und HandelBesonders heikel wird die Lage auf den Seewegen: Reedereien reagieren bereits, weil die Passage durch die Straße von Hormus als unsicher gilt – mit unmittelbarer Wirkung auf Energiepreise und Lieferketten. Mindestens ebenso sensibel ist die Route durchs Rote Meer Richtung Suezkanal: Wird sie erneut stärker gestört, trifft das nicht nur Tanker, sondern den breiten Warenhandel zwischen Asien und Europa.Offen bleibt damit mehr als eine Personalfrage in Teheran: Wird aus der militärischen Phase ein politischer Umbruch – oder verfestigt sich eine Sicherheitslogik, die jede Form von „Ausstieg“ erschwert? Und: Welche Rolle spielen dabei ausgerechnet jene Golfstaaten, die zugleich Ziel, Vermittler und Risikozone sind?








