PfadnavigationHomePolitikAuslandWahl in UngarnOrbáns Partei fällt in Umfrage weit hinter Oppositionspartei zurückVeröffentlicht am 25.02.2026Lesedauer: 2 MinutenViktor Orbán, 62, ist seit 2010 ungarischer RegierungschefQuelle: Alex Brandon/Pool AP/AP/dpaSteht die Wiederwahl von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán auf der Kippe? In einer aktuellen Umfrage liegt seine Partei Fidesz klar hinter der Oppositionspartei Tisza von Peter Magyar.Knapp sieben Wochen vor der Parlamentswahl in Ungarn verliert die Partei des Ministerpräsidenten Viktor Orbán zunehmend an Unterstützung. In einer Umfrage des Instituts Median liegt seine Partei Fidesz deutlich hinter der Tisza von Oppositionsführer Peter Magyar. Bei Wählern, die sich bereits entschieden haben, für wen sie am 12. April stimmen wollen, ist der Rückstand um acht auf 20 Prozentpunkte angestiegen. Fidesz kommt demnach auf 35 Prozent, während Tisza auf 55 Prozent zulegen kann. Unter Berücksichtigung der unentschiedenen Wähler landet Orbáns Partei bei 31 Prozent, Tisza ‌erreicht 42 Prozent.Nach 16 Jahren an der Macht muss Orbán damit zunehmend um seine Wiederwahl in dem EU-Mitgliedsland fürchten. Innerhalb der Europäischen Union würde dies erhebliche Folgen für das rechte Lager haben. Lesen Sie auchOrbán ist in der EU einer der engsten Mitstreiter von US-Präsident Donald Trump und zugleich einer der prominentesten Kritiker der Staatengemeinschaft. Oft vertritt er einen anderen ‌Kurs als die Mehrheit der europäischen Staats- und Regierungschefs, so wie derzeit im Streit um mehr Hilfen für die Ukraine und neue Russland-Sanktionen.Die auf der Nachrichten-Website hvg.hu veröffentlichte Umfrage des Instituts Median genießt besonders viel Beachtung. Vor vier Jahren prognostizierte das Institut korrekt Orbáns Erdrutschsieg, auch wenn es den Rückhalt für die Opposition etwas zu hoch einschätzte. Auch ‌die meisten anderen Umfragen sehen Tisza vorn. ‌Fidesz verweist dagegen gerne auf Erhebungen, die die Regierungspartei weiter auf Siegkurs sehen. Kritiker halten dem jedoch entgegen, dass ‌diese Erhebungen hauptsächlich von Instituten stammten, die Fidesz finanziell oder ‌persönlich verbunden ‌seien.rtr/jho