PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBaden-Württemberg„Bei Kindern unter 14 Jahren ist die Lage sehr dramatisch“, sagt Strobl zur GewaltstatistikVeröffentlicht am 19.02.2026Lesedauer: 5 MinutenThomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-WürttembergQuelle: Christoph Schmidt/dpaDie Zahl der Straftaten in Baden-Württemberg ist 2025 um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Innenminister Thomas Strobl spricht bei WELT TV zwar von Fortschritten. Trotzdem weise die Kriminalstatistik „dramatische“ Entwicklungen auf.Baden-Württemberg verzeichnet 2025 weniger Straftaten – doch ausgerechnet bei Partnerschaftsgewalt, Cyber-Schäden und Telefonbetrug zeigen die Zahlen nach oben. Während die Gesamtkriminalität sinkt, erreicht die häusliche Gewalt ein Zehnjahreshoch. Zudem steigen die finanziellen Schäden im Internet und bei betrügerischen Anrufen deutlich an. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor, die Innenminister Thomas Strobl (CDU) in Stuttgart heute vorstellt.Insgesamt sank die Zahl der Straftaten der sogenannten Allgemeinkriminalität um 5,7 Prozent auf rund 522.000 Fälle – rund 30.000 weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag mit 60,5 Prozent erneut über der Marke von 60 Prozent. „Baden-Württemberg ist und bleibt eines der sichersten Länder“, so Strobl.Partnerschaftsgewalt auf ZehnjahreshochBesonders alarmierend aber ist die Entwicklung bei der Partnerschaftsgewalt. Die Zahlen stiegen 2025 um 2,1 Prozent auf rund 17.400 Fälle – der höchste Stand seit zehn Jahren. 19 Menschen kamen im Zusammenhang mit Partnerschaftsgewalt ums Leben. „Häusliche Gewalt zerstört Vertrauen, Familien, Sicherheit“, sagte Strobl. Jeden Tag habe die Polizei in Baden-Württemberg rund 50 Fälle von Partnerschaftsgewalt und rund 30 verletzte Opfer in dem Bereich registriert.Knapp 80 Prozent der Opfer sind Frauen, fast 80 Prozent der Tatverdächtigen Männer. Rund drei Viertel der Taten sind Körperverletzungen. Laut Innenministerium wird nur etwa jeder zehnte Fall angezeigt. Das Land will deshalb in Hochrisikofällen häuslicher Gewalt künftig eine elektronische Aufenthaltsüberwachung, also Fußfessel, ermöglichen. Die neue Regelung schaffe Sicherheit, „indem sie Bewegungen und Abstand kontrollierbar macht“, so Strobl.Lesen Sie auchTelefonbetrug boomtMassiv gestiegen sind betrügerische Anrufstraftaten, etwa „Falscher Polizeibeamter“, „Enkeltrick“ oder „Schockanruf“. Unter Einbeziehung der Auslandsfälle nahm die Zahl um 65,6 Prozent auf rund 14.600 Fälle zu. Der Gesamtschaden stieg um ein Viertel auf rund 23,1 Millionen Euro. Über 96 Prozent der Fälle blieben im Versuchsstadium, teilt das Ministerium mit.„Lassen Sie sich niemals am Telefon zur Herausgabe von Geld- oder