PfadnavigationHomeSportEklat in MünchenNach schockierender Tierquälerei bei Reitturnier – erste Vermutungen zu möglichen TäternVeröffentlicht am 16.02.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: picture alliance/dpa/Uwe AnspachIn München wird ein Reitturnier abrupt abgebrochen. Die Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen. Jetzt kommen Details ans Licht. Kinder sind verstört. Mehreren Ponys wurden offenbar Mähnen und Schweife abgeschnitten.Nach dem Abbruch eines Reitturniers in München sind Details bekanntgeworden, die deutlich auf Tierquälerei hinweisen. „In der Nacht gab es im Stall ein Vorkommnis, bei dem sechs Ponys Mähnen, Schweife und zum Teil auch Schöpfe abgeschnitten wurden“, sagte Wilfried Herkommer dem Fachportal „equi pages“. Bei mehreren Pferden „waren die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt“, berichtete der frühere Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes.Herkommer war nach Angaben des Portals selbst bei dem Turnier, das am vergangenen Sonntag wegen der Vorfälle abgebrochen worden war. Seine Enkelin ritt in München in der U21-Tour. „Der Schock war bei allen groß“, sagte Herkommer. „Die Kinder waren zutiefst verstört. Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten. Jeder wollte nur noch nach Hause.“Der Jurist vermutet: „Es wird davon ausgegangen, dass es jemand war, der sich mit Pferden auskennt, denn ein Nicht-Pferdemensch greift einem Pferd beziehungsweise Pony eigentlich nicht einfach ins Maul. Das war aber nötig, um die Gummibänder um die Zungen wickeln zu können.“ Herkommer sagte weiter: „Möglicherweise waren es auch mehrere Täter, damit einer festhalten konnte.“„Wir sind tief erschüttert“, sagt der VerbandschefDie Deutsche Reiterliche Vereinigung hatte am vergangenen Sonntag von tierschutzrelevanten Vorfälle berichtet (WELT berichtete). Aus ermittlungstechnischen Gründen wurden nach Angaben des Verbandes keine Details veröffentlicht. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Das zuständige Kreisveterinäramt sei in die Vorgänge eingebunden.Lesen Sie auch„Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem“, sagte Dennis Peiler, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes. „Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste. Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Vorkommnisse vollständig aufgeklärt und entsprechend geahndet werden.“Lesen Sie auchDie Ponys, die an der bayerischen Sichtung zum „Preis der Besten“ teilnahmen, waren in einem Stall untergebracht. Der „Preis der Besten“ ist eine deutschlandweite Prüfung für die besten Nachwuchsreiter, die in den Disziplinen Dressur, Springen und Voltigieren vom 8. bis 10. Mai in Warendorf ausgetragen werden.jwo/lwö
Nach schockierender Tierquälerei bei Reitturnier – erste Vermutungen zu möglichen Tätern - WELT
In München wird ein Reitturnier abrupt abgebrochen. Die Ermittlungen wegen Tierquälerei laufen. Jetzt kommen Details ans Licht. Kinder sind verstört. Mehreren Ponys wurden offenbar Mähnen und Schweife abgeschnitten.






