Schrecksekunden für Anlieger des Industrieparks Höchst in Frankfurt: Am Vormittag heulten die Sirenen auf. Der Grund war ein Unfall auf dem Werksgelände. Aus einem Betrieb war Chlorwasserstoff entwichen. Aufgrund des vorherrschenden Winds waren die Stadtteile Höchst, Nied und Unterliederbach von einer möglichen Gaswolke betroffen. Die Anwohner wurden deshalb vorsorglich gewarnt. Chlorwasserstoff ist in flüssiger Form als Salzsäure ein Vorprodukt für zahlreiche chemische Prozesse und wird aus diesem Grund in dem betroffenen Betrieb im Industriepark Höchst hergestellt und gehandhabt, wie es aus dem Lagezentrum im Industriepark heißt.Chlorwasserstoff sei ein gasförmiger Stoff, der beim Einatmen giftig sei. Er verursache in höheren Konzentrationen Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Kräfte der Werksfeuerwehr konnten den entwichenen Stoff aber rasch mit einem Wasserschleier niederschlagen. Der Stoffaustritt sei gegen 10.53 Uhr gestoppt worden, etwa 25 Minuten nach dem Unfall. Das Löschwasser sei aufgefangen worden. Es habe keine Verletzten gegeben.Aufgrund der nach dem Unfall gemessenen Konzentrationen sei nicht mit Gesundheitsschäden zu rechnen, meldete das Lagezentrum unter Verweis auf die bei diesem Stoff gemäß der vom Umweltbundesamt empfohlenen Bewertungskriterien. Chlorwasserstoff sei geruchsintensiv und daher auch bei niedrigen Konzentration bereits wahrnehmbar, so dass kurzfristige Geruchswahrnehmung nicht auszuschließen sei.
Chlorwasserstoff in Frankfurt entwichen: Sirenen heulen nach Chemieunfall in Höchst
Aus einem Betrieb im Industriepark Höchst in Frankfurt ist Chlorwasserstoff ausgetreten. Sirenen heulten deshalb auf. Doch die Werksfeuerwehr konnte die Lage bereinigen.






