PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBielefeldMitarbeiter soll Aufenthaltstitel verkauft haben – Korruptionsverdacht in Behörde weitet sich ausVeröffentlicht am 13.02.2026Lesedauer: 2 MinutenBlick auf den Eingang der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Es laufen Ermittlungen gegen die Ausländerbehörde der StadtQuelle: picture alliance/dpa/Friso GentschIn der Bielefelder Ausländerbehörde soll ein Mitarbeiter gegen Geld unbefristete Aufenthaltstitel vergeben haben. Nun wird in 26 Fällen ermittelt. Zwei Beschäftigte wurden suspendiert.Der Korruptionsverdacht in der Bielefelder Ausländerbehörde hat größere Ausmaße als bislang bekannt. Nach Informationen des Nachrichtensenders WDR ermittelt die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität inzwischen in insgesamt 26 Fällen. Zuvor war die Behörde von 15 Verdachtsfällen ausgegangen.Laut Oberstaatsanwalt Carsten Nowak steht mindestens ein städtischer Mitarbeiter im Verdacht, gegen Geld sogenannte Niederlassungserlaubnisse vergeben zu haben. Diese gewähren ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht sowie die Arbeitserlaubnis in Deutschland.Im Fokus der Ermittlungen stehen vier Personen: Zwei städtische Mitarbeiter, ein Dolmetscher sowie eine Person, die eine unrechtmäßige Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben soll. Bisher hat sich laut Nowak nur einer der Beschuldigten zur Sache geäußert – und die Vorwürfe bestritten. Unklar ist derzeit noch, ob die Beschuldigten koordiniert vorgingen oder unabhängig voneinander handelten.Lesen Sie auchBesonders im Visier steht ein Mitarbeiter der Behörde, der laut Staatsanwaltschaft als Hauptverdächtiger gilt und Bestechungsgelder angenommen haben soll. Der mitbeschuldigte Dolmetscher soll seine Kontakte ausgenutzt haben, um für Geld schnellere Termine zu organisieren – was sein Anwalt allerdings bestreitet.Stadt deckte Verdachtsfälle aufIns Rollen kamen die Ermittlungen durch die Stadt Bielefeld selbst. Nachdem sie vor rund einem Jahr interne Unregelmäßigkeiten feststellte, leitete sie eigene Untersuchungen ein und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Auch die nun elf neu entdeckten Verdachtsfälle gehen auf interne Recherchen der Stadt zurück.Lesen Sie auchDie zwei städtischen Mitarbeiter wurden vorerst vom Dienst suspendiert. Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt, darunter auch beim Dolmetscher. Dessen Anwalt erklärte, sein Mandant habe keine engen Verbindungen zur Behörde und werde lediglich durch eine andere Person belastet.krö
Bielefeld: Mitarbeiter soll Aufenthaltstitel verkauft haben – Korruptionsverdacht in Behörde weitet sich aus - WELT
In der Bielefelder Ausländerbehörde soll ein Mitarbeiter gegen Geld unbefristete Aufenthaltstitel vergeben haben. Nun wird in 26 Fällen ermittelt. Zwei Beschäftigte wurden suspendiert.






