PfadnavigationHomeOut of HomeWirtschaftFührerschein-ReformFahrlehrerverbände entsetzt über Ideen von Verkehrsminister SchniederVeröffentlicht am 12.02.2026Lesedauer: 2 MinutenBundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) stellt Reformpläne für einen bezahlbaren Führerschein vor. Jürgen Kopp, Vorsitzender der Bundesvereinigung Fahrlehrerverbände, hat seine Zweifel an dem Vorhaben.Die Theorie üben mit einer App, eine „Laienausbildung“ mithilfe der Eltern – die Führerschein-Reformideen von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) kommen bei der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände ausgesprochen schlecht an.Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) hat mit scharfer Kritik auf die von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) geplante Führerschein-Reform reagiert. Der Reformvorschlag sei „absolut entsetzend“ und käme einem „massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit“ gleich, sagte der Vize-Vorsitzende der BVF, Kurt Bartels, der „Rheinischen Post“. „Das System in Deutschland ist auf die Verkehrssicherheit ausgelegt und das radiert Herr Schnieder einfach weg“, fügte er hinzu.Lesen Sie auchSchnieder hatte am Mittwoch die mit Ländervertretern überarbeiteten Eckpunkte zur Führerschein-Reform vorgestellt. Geplant ist etwa die Erprobung der sogenannten „Laienausbildung“, bei der Fahrschüler mit Nahestehenden im Auto Fahrpraxis erwerben können. Außerdem soll die Vorbereitung auf die Theorieprüfung komplett online, etwa per App, erfolgen können. „Der Führerschein ist in Deutschland einfach zu teuer“, so der CDU-Politiker bei der Vorstellung seiner Pläne.Bartels sagte dazu, viele Themenbereiche könnten „nur im Präsenzunterricht vermittelt werden“. Es habe sich bereits während der Corona-Pandemie gezeigt, dass Distanzunterricht nicht zu besseren Ergebnissen führe, „im Gegenteil“. Mit den Reformvorschlägen könne kein Geld eingespart werden. „Es sind rein politische Äußerungen, die an der Wirklichkeit vorbeigehen“, sagte der BVF-Vertreter.Lob kommt von grünem VerkehrssenatorUmgehende Kritik an den Plänen des Ministers gab es auch vom TÜV-Verband. Er kritisierte die Ideen und erklärte, „eine ‚Fahrprüfung light' darf es nicht geben“.Lob hingegen kam aus dem Bundesland Hamburg. Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Wir begrüßen es sehr, dass der Bund nun mit der überarbeiteten Fassung der Eckpunkte für mehr Effizienz, mehr Transparenz und weniger Bürokratie sorgt, um die Kosten zu senken und die Ausbildung schneller und unkomplizierter zu gestalten“.Hamburg habe sich intensiv für die Reform der Fahrschulausbildung eingesetzt, denn der Erwerb des Führerscheins sei insbesondere in Hamburg zu teuer, so der Politiker weiter. „Uns ist es wichtig, dass ein Zugang zum Führerschein unabhängig vom Geldbeutel möglich ist, damit niemand aus finanziellen Gründen von gesellschaftlicher Teilhabe oder beruflichen Chancen ausgeschlossen bleibt“, sagte Tjarks.AFP/dpa/krott