PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Der gebrauchte Stromer ist der klare Verlierer“Interview mit Stefan Schneck, Deutschland Vertriebsleiter Autoscout24Veröffentlicht am 10.02.2026Lesedauer: 4 MinutenStefan Schneck, Deutschland Vertriebsleiter Autoscout24: „Der gebrauchte Stromer ist der klare Verlierer“Quelle: AutoScout24Wird das aufgeweichte Verbrenner-Aus der E-Mobilität helfen? Stefan Schneck erklärt, wie Emotionen und neue Subventionen den Markt verzerren, warum Ladeinfrastruktur wichtiger ist als Prämien und wo für Kunden und Händler die größten Risiken liegen.SP-X/Köln. Das Aufweichen des Verbrenner-Aus könnte dem Hochlauf der Elektromobilität paradoxerweise sogar helfen – sagt Stefan Schneck, Deutschland Vertriebsleiter von AutoScout24. Im Gespräch ordnet er zudem die neue E-Auto-Förderung ein, spricht über Restwertrisiken und erklärt, warum aus seiner Sicht nicht Kaufprämien, sondern vor allem eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur entscheidend wären. Besonders kritisch sieht Schneck die Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt.

Frage: Herr Schneck, Sie sagen, das Aufweichen des Verbrenner-Aus könne dem E-Auto-Markt sogar helfen. Warum?

A: Wenn ich mir diese sehr emotional, wenig rational geführte Diskussion anschaue, bin ich überzeugt: Verbote – genauso wie Subventionen – sind stets ein verzerrender Eingriff in ein Nachfrage-Angebots-Gleichgewicht. Gerade bei so einer emotionalen Entscheidung, die acht oder neun Jahre in der Zukunft liegt, bringt ein Verbrennverbot viel Polemik und Irrationalität in das Thema, so dass bei vielen eine natürliche Abwehrhaltung entsteht.