PfadnavigationHomeRegionalesHamburgTarifverhandlungVerdi ruft erneut zu Warnstreik im Busverkehr aufVeröffentlicht am 06.02.2026Lesedauer: 2 MinutenFahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich schon wieder auf Einschränkungen einstellen. (Archivbild)Quelle: Marcus Brandt/dpaVerdi erhöht den Druck: Nach gescheiterten Gesprächen soll es am Mittwoch bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) wieder einen Warnstreik geben. Welche Linien betroffen sind, ist noch offen.Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich wegen eines neuerlichen Warnstreiks am kommenden Mittwoch erneut auf Einschränkungen einstellen. Da in der dritten Verhandlungsrunde um einen neuen Manteltarifvertrag am Mittwoch wieder keine Einigung erzielt worden sei, ruft die Gewerkschaft Verdi Teile der Belegschaft auf, die Arbeit 24 Stunden niederzulegen. Welche Betriebshöfe von Mittwoch, 3.00 Uhr an, bestreikt werden, will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben am Montag mitteilen.Erst Anfang der Woche hatte Warnstreik die U-Bahn lahmgelegtBereits am vergangenen Montag hatte ein 24-stündiger Warnstreik den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg weitgehend lahmgelegt. Damals hatten aber nicht nur VHH-Busfahrer, sondern auch Hochbahn-Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Die Folge: Die U-Bahnen fuhren gar nicht und auch die meisten Busse blieben in den Depots. Die Streikbeteiligung lag im Busverkehr nach Angaben der Hochbahn zwischen 70 und 80 Prozent, bei den VHH sogar bei bis zu 95 Prozent.Verdi fordert für die VHH-Beschäftigten unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Die Arbeitgeberseite habe aber nur eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von einer halben Stunde zum Fahrplanwechsel 2030/2031 angeboten und sei auf die Urlaubsgeldforderung gar nicht eingegangen, klagte Verdi.Verdi droht mit zweitägigem VollstreikDie vierte Verhandlungsrunde sei am 26. Februar geplant. Verdi-Gewerkschaftssekretär Domenico Perroni drohte bereits: «Wenn an diesem Verhandlungstermin kein Abschluss erzielt werden kann, werden die Beschäftigten an den zwei Folgetagen in einen Vollstreik treten.»Streik auch bei der Lufthansa Die Crewstreiks bei der Lufthansa haben am Hamburger Flughafen bis Mittag zu 20 gestrichenen Abflügen geführt. Das geht aus der eigenen Übersicht des Hamburger Flughafens hervor. Nach dem derzeitigen Stand sollen einzelne Lufthansa-Maschinen abheben können. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hatte zu einem Warnstreik aufgerufen und die Pilotenvereinigung Cockpit zu einem Streik. Ufo will mit der befristeten Arbeitsniederlegung Verhandlungen zu Tarifverträgen erzwingen. Die Piloten streiken für höhere Arbeitgeberbeiträge zu Betriebs- und Übergangsrenten. Im Lufthansa-Konzern nicht von der Arbeitsniederlegung betroffen sind nach Ankündigung die ausländischen Gesellschaften Swiss, Austrian, Ita und Brussels Airlines und die Töchter Eurowings und Discover.jlau