PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikEpstein Files: Promi-Spuren, Opfer-Schutz, Polit-Drama – was jetzt?Veröffentlicht am 05.02.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: AP/Jon ElswickMillionen neuer Akten aus dem Fundus von Jeffrey Epstein bringen weitere schwere Vorwürfe gegen Prominente ans Licht. Während es in Großbritannien Konsequenzen und polizeiliche Ermittlungen gibt, bleiben politische Folgen in den USA bislang weitgehend aus.Das Weiße Haus mauert - und die Frage nach Verantwortung, Aufklärung und Gerechtigkeit für die Opfer bleibt vorerst weiter ungeklärt.r Nedden.Hier können Sie die Folge direkt hören:
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Den in dieser Folge erwähnten Podcast „Ernstfall - Was, wenn Russland uns angreift?“ finden Sie unter diesem Link.
Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die jüngsten Enthüllungen aus den Epstein-Akten. Über drei Millionen Seiten mit neuen Informationen, darunter Hinweise auf mutmaßliche Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten, wurden Ende Januar vom US-Justizministerium veröffentlicht. Das sorgt in den USA und Großbritannien gleichermaßen für politische Spannungen – und für Fragen nach Verantwortlichkeit.Benannt nach dem wegen Sexualstraftaten verurteilten US-Finanzier Jeffrey Epstein, enthalten die Dokumente E-Mails, Bilder und Berichte, die unter anderem den ehemaligen britischen Wirtschaftsminister und Botschafter Peter Mandelson betreffen. Ihm wird vorgeworfen, Epstein während seiner Amtszeit Zugang zu sensiblen Informationen gegeben zu haben. Infolge der Veröffentlichung trat er aus dem britischen Oberhaus und der Labour-Partei zurück. Auch Königsbruder Andrew, bereits früher in die Kritik geraten, steht wieder unter Druck.Konsequenzen in Großbritannien, Abwiegeln in den USAIn den Vereinigten Staaten hingegen bleibt eine politische Aufarbeitung bislang weitgehend aus. Trumps Handelsminister Howard Lutnick wird mit einem Treffen mit Epstein im Jahr 2012 in Verbindung gebracht, obwohl er beteuert hatte, den Kontakt schon weit vorher eingestellt zu haben - öffentlich geäußert hat er sich bislang aber nicht. Der frühere Finanzminister Larry Summers zog hingegen bereits Ende 2023 Konsequenzen und legte mehrere Posten nieder.Ein besonderes Medienspektakel wird wohl ein bevorstehendes Hearing vor dem US-Kongress sein: Bill und Hillary Clinton haben nach anfänglicher Weigerung nun doch zugesagt, sich zu äußern. Auch der aktuelle Präsident Donald Trump taucht in den Akten erneut auf – seine bekannte Distanzierung von Epstein scheint jedoch zumindest zeitlich mit den bisherigen Dokumenten übereinzustimmen. Gleichwohl reagiert Trump zunehmend gereizt auf Nachfragen zum Thema.Mehr Enthüllungen wahrscheinlich – aber wann?Die Veröffentlichung selbst verlief nicht reibungslos: Nach Kritik wegen fehlender Schwärzungen zog das Justizministerium die Akten kurzzeitig zurück. Der Vorgang sorgte für Empörung im US-Kongress – nicht zuletzt wegen der sensiblen Daten von Opfern.Obwohl viele Informationen nun öffentlich sind, gilt als sicher: Das gesamte Material ist noch längst nicht zugänglich gemacht worden. Weitere Akten könnten folgen – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für prominente Namen. Besonders aus Sicht der mutmaßlichen Opfer besteht weiterhin Hoffnung auf vollständige Aufklärung und Gerechtigkeit.












