PfadnavigationHomePanoramaWetterDWD warnt vor „Gefahr für Leib und Leben“ – Flugzeuge am BER starten wiederVeröffentlicht am 05.02.2026Lesedauer: 3 MinutenEisregen und Minusgrade sorgen in Berlin und weiten Teilen Ostdeutschlands für gefährliche Straßenverhältnisse. „Es sieht hier in Berlin so aus, als würde sich in den nächsten Stunden eine dichte Eisdecke bilden“, berichtet WELT-Reporter Max Hermes.Glatteis und gefrierender Regen sorgen im Osten für gefährliche Straßenverhältnisse. Nachdem am Morgen keine Maschine mehr vom BER abheben konnte, geht der Betrieb allmählich wieder los. Im Westen werden dagegen frühlingshafte Temperaturen erwartet.Nach reichlich Schnee und Glätte in mehreren Bundesländern müssen sich am Donnerstag besonders die Menschen im Osten Deutschlands auf glatte Wege und Straßen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst erwartete vor allem für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin gebietsweise Glatteis durch gefrierenden Regen. Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr seien möglich.Eis und Glätte führten am Morgen bereits zu Einschränkungen im Berliner U-Bahnnetz. Die Linien U2 und U3 sind den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zufolge teilweise unterbrochen. „Die oberirdischen Abschnitte der U3 und der U2 können derzeit nicht oder nur eingeschränkt befahren werden, weil sich Blitzeis auf den Stromschienen gebildet hat“, teilte die BVG mit. Am Berliner Flughafen BER können nun die ersten Flugzeuge wieder starten. „Es geht langsam, langsam wieder los“, sagte eine Sprecherin. Die erste Maschine startete demnach am späten Vormittag mit großer Verspätung. Aufgrund schnell gefrierenden Regens war am Morgen zunächst eine Enteisung der Flugzeuge nicht möglich, weswegen keine Maschinen vom Hauptstadtflughafen abheben konnten.Lesen Sie auch„Fluggäste brauchen weiterhin Geduld“, so die Sprecherin. Der Flughafen sei noch nicht wieder im Normalbetrieb. Es werde noch den ganzen Tag zu Verspätungen oder Streichungen kommen, da wegen der dicken Eisschicht auf den Flugzeugen die Enteisungen doppelt so lang wie üblich bräuchten, sagte sie. Auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist betroffen. Das Winterwetter sorgt zwischen Hannover und Berlin für Zugausfälle und Verspätungen. Betroffen ist unter anderem der ICE-Sprinter zwischen Berlin und Bonn, der über Hannover und Köln fährt, wie die Bahn online mitteilte. Das gilt auch etwa für die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig und Frankfurt nach Karlsruhe sowie die ICE-Linien Berlin - Hannover - Münster - Dortmund - Köln - Aachen und Berlin - Hannover - Bremen - Oldenburg.Schüler in Vorpommern sollen schon nach Hause fahrenWegen der winterlichen Straßenverhältnisse sollen Schüler in Vorpommern-Greifswald vorsorglich nach Hause fahren. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) bittet sie, die als Nächstes fahrenden Busse in Richtung der Heimatorte zu benutzen.Lesen Sie auchMan prüfe, ob die Busse am Nachmittag eingesetzt werden können. „Noch fahren wir“, sagte eine VVG-Mitarbeiterin. Man bewerte fortlaufend die Lage neu. Etwaige Einschränkungen würden auf der Website mitgeteilt. Unwetterwarnungen fast in ganz OstdeutschlandAmtliche Unwetterwarnung des DWD galten bis zum Morgen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin. Die Menschen wurden aufgefordert, äußerst vorsichtig zu sein und den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten mit dem Auto zu vermeiden oder das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Auf allen Verkehrswegen seien Einschränkungen möglich. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben.Wetterdienst warnt vor unwetterartiger GlätteAuch im Laufe des Tages bestehe im Osten gebietsweise Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen – örtlich sei auch Unwetter möglich.Schneien soll es am Morgen laut DWD vor allem in Niedersachsen. Tagsüber sei dann vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls Neuschnee möglich. Erwartet werden Mengen zwischen ein und fünf Zentimeter. Laut Wetterdienst kann es im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sowie auf Teilen Usedoms zu gefrierendem Regen mit unwetterartiger Glätte kommen. Frühlingshafte Temperaturen im WestenAm Donnerstag kann es in Nordrhein-Westfalen zuerst noch ungemütlich werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) kann es in der Früh noch glatt auf den Straßen sein und im äußersten Norden ist mit Regen zu rechnen. Im weiteren Verlauf kann es aufklaren und im Rheinland erreichen die Temperaturen Höchstwerte von acht Grad. Die Nacht auf Freitag soll weitestgehend trocken bleiben, vereinzelt ist laut der Vorhersage allerdings Glatteis möglich. Die Temperaturen liegen zwischen zwei und minus zwei Grad. Am Tag soll es meistens stark bewölkt bleiben und im Südwesten kann Regen aufziehen. Die Temperaturen liegen bei etwa drei Grad im Nordosten und Sauerland und etwa acht Grad im Südwesten. dpa/rct/jra