PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikGo East statt Go West – Wie Trump den Westen Richtung China treibtVeröffentlicht am 04.02.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: AP/Carl CourtWird aus "America First" am Ende "America Alone"? Donald Trumps offensive Außenpolitik verprellt zunehmend die Partner der USA – und macht China zum Profiteur. Warum Xi plötzlich wieder als verlässlichere Option gilt und Pekings Wirtschaft für den Westen neu an Attraktivität gewinnt.Ein 360 Grad-Blick auf die globale Neuordnung mit US-Korrespondentin Stefanie Bolzen und Asien-Korrespondentin Christina zur Nedden.Hier können Sie die Folge direkt hören:
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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die wachsende wirtschaftliche und diplomatische Annäherung westlicher Mittelmächte an China – und die außenpolitischen Folgen für die transatlantischen Beziehungen.Kanadas Premierminister Mark Carney und sein britischer Amtskollege Keir Starmer waren jüngst zu Staatsbesuchen in Peking. Nach jahrelanger Eiszeit unterzeichneten Kanada und China neue Handelsabkommen. Strafzölle auf chinesische E-Autos und kanadische Agrarprodukte wurden gesenkt – wirtschaftliche Interessen stehen dabei klar im Vordergrund, Menschenrechtsfragen bleiben ausgeklammert.Trump droht – Partner wenden sich abIn Washington stößt diese Annäherung auf harsche Kritik. Donald Trump reagierte mit Zolldrohungen und warnte Kanada, China werde seine Wirtschaft ausnehmen. Doch gerade die unberechenbare Politik des US-Präsidenten gilt als treibender Faktor hinter der neuen Charmeoffensive gen Peking. In London etwa wurde kürzlich sogar der Bau einer chinesischen Großbotschaft genehmigt – trotz massiver Proteste.Auch Deutschland beobachtet diese Entwicklung genau. Außenminister Johann Wadephul, aktuell erneut in Asien unterwegs, betont jedoch die sicherheitspolitische Bedeutung der USA für Europa. Eine bedingungslose Annäherung an China schließt er aus – plädiert aber für strategische Partnerschaften mit anderen Staaten der Region, etwa Singapur oder Australien.Peking nutzt die westliche UneinigkeitAus chinesischer Sicht ist die Fragmentierung westlicher Positionen willkommen. Anstatt mit der EU als Block zu verhandeln, setzt China auf bilaterale Abkommen. Dabei versucht Peking gezielt, die transatlantische Allianz zu schwächen, wirtschaftliche Anreize zu schaffen und sich selbst als stabilen Partner zu inszenieren.Welche langfristigen Folgen diese geopolitische Neuordnung für Europas Rolle zwischen Washington und Peking haben könnte – und wie Donald Trumps geplanter China-Besuch im April die Dynamik weiter verändern wird –, bleibt offen.






