PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsDer letzte Halt für RetterTürgriffe in der Kritik Veröffentlicht am 04.02.2026Lesedauer: 4 MinutenBei Mercedes fahren die Türgriffe elektrisch ausQuelle: Mercedes-BenzTürgriffe am Auto sind mehr als ein Designmerkmal. Auch für die Sicherheit der Insassen spielen sie eine Rolle. SP-X/Köln. Sie sehen futuristisch aus, sollen Windgeräusche senken und ein paar Kilometer mehr Reichweite herauskitzeln: Versenkbare oder flächenbündige Türgriffe haben sich – vor allem bei E-Autos – in wenigen Jahren vom Design-Gag zum Standardmerkmal entwickelt. Doch der aerodynamische Klinkenersatz steht immer wieder in der Kritik – vor allem wegen Mängeln bei der Unfallsicherheit. China führt nun als erstes Land verbindliche Sicherheitsregeln für Neuwagen ein, die viele der „Hidden Handles“ in ihrer heutigen Form faktisch ausbremsen.

Populär gemacht hat die bündigen oder eingelassenen Türgriffe bereits in den 2010er-Jahren das Tesla Model S, bei dem die futuristisch wirkenden, elektrisch ausfahrbaren „Presenting Handles“ für viele Kunden Teil der Faszinationspotenzials der amerikanischen E-Autos waren. Das Konzept hat viele Nachahmer gefunden und wurde vor allem in den vergangenen fünf Jahren zum Erkennungszeichen moderner E-Autos. Von Mercedes bis Kia, von Xpeng bis Leapmotor – kaum ein neuer Stromer kommt heute ohne aus. Neben gestalterischen Gesichtspunkten spielten dabei auch die Windschnittigkeit der bündigen Griffe eine Rolle – der individuelle Effekt ist zwar gering, im aerodynamischen Gesamtkonzept der Fahrzeuge spielt er aber durchaus eine Rolle. Nicht immer zum Gefallen der Kundschaft: Von schlechter Griffigkeit über wahllos wirkendes Rein- und Rausfahren bei der Annäherung ans Fahrzeug bis hin zu dem Umstand, dass die Griffe weithin signalisieren, wenn der Fahrer vergessen hat, das Auto abzuschließen, reichen die Kritikpunkte.