PfadnavigationHomeSponsored AdvertisingWELT Wirtschaftsgipfel Roland Berger | Brand StoryArtikeltyp:Brand StoryRoland-Berger-PartnerDas müssen deutsche Firmen tun, um mit KI zu gewinnenVeröffentlicht am 17.12.2025Lesedauer: 5 MinutenDr. Jochen Ditsche ist Senior Partner und Digitalchef bei Roland Berger: Im Gespräch erklärt der Experte, wie Unternehmen in Deutschland vom KI-Boom profitieren können und warum die besonderen Daten deutscher Firmen im globalen Tech-Wettbewerb ein echter Vorteil sind.Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag der Unternehmen angekommen. Doch während die Erwartungen hoch sind, bleibt für viele Firmen die Frage: Wo setzt man konkret an, um mit KI echten Mehrwert zu schaffen?Im Gespräch beschreibt der Senior Partner und Digitalchef bei Roland Berger, Dr. Jochen Ditsche, welche konkreten Schritte jetzt notwendig sind und wie Europa im globalen Wettbewerb handlungsfähig bleiben kann.Ditsche betont, dass es „jetzt einfach pragmatische Lösungen“ braucht, mit denen „wir die Themen auf den Weg bringen können“. Frage: Herr Ditsche, KI bestimmt zunehmend unsere Gegenwart und wird noch viel mehr unsere Zukunft bestimmen. Was brauchen denn Unternehmen, um jetzt KI wirklich für sich nutzen zu können – und inwiefern wird unsere Wirtschaft überhaupt flexibel sein in dem Rahmen, den die europäischen KI-Gesetze vorgeben?Dr. Jochen Ditsche: Also, ich glaube, die gute Nachricht ist, dass wir jetzt noch die Zukunft der deutschen Unternehmen gestalten können, weil genug Optionen und Raum da sind, um die einzelnen Themen umzusetzen. Und da ist aus meiner Sicht wichtig, dass man jetzt nicht in blinden Aktionismus verfällt, sondern dass man wirklich guckt, an welchen Themen man ansetzen kann. Und, dass man nicht nur das Use-Case-Theater der Vergangenheit während der Digitalisierung fortsetzt, sondern dass man jetzt genau schaut: Welchen USP (Unique Selling Proposition, zu Deutsch: Alleinstellungsmerkmal; Anm. d. Red.) meines Unternehmens möchte ich durch KI unterstützen? Wie will ich das nach vorne transportieren? Und welche entsprechenden Datentöpfe beziehungsweise Prozesse muss ich dazu anfassen? Und vor allem: Die Mitarbeiter mitnehmen!Frage: Im globalen Wettbewerb steht Europa gerade ziemlich unter Druck, möchte ich sagen. Wird künstliche Intelligenz hier Entlastung bringen – und was braucht es denn jetzt, um KI wirklich im Alltagsgeschäft nutzen zu können?Dr. Jochen Ditsche: Also, ich glaube, der Wettbewerbsdruck geht erst mal nicht weg. Und Europa muss seinen Platz erst finden und auch erkämpfen. Was wir haben, ist eine starke Industrie mit einzelnen Sektoren, die da eine Rolle spielen werden in Zukunft. Und ich glaube, was wir brauchen von der Politik, sind jetzt nicht mehr Mühlsteine um unseren Hals, die es schwieriger machen, da auch selbstbewusst voranzuschreiten – sondern wir brauchen pragmatische Lösungen, mit denen wir die Themen auf den Weg bringen können.Und vor allen Dingen auch keinen Streit zwischen den einzelnen Ländern, sondern eher eine Geschlossenheit in Europa.Lesen Sie auchFrage: Was bedeutet das konkret? Wie bekommen wir KI in die Unternehmen?Dr. Jochen Ditsche: Na ja, Sie müssen sich vorstellen, wenn Sie nach draußen schauen: Die derzeitige Limitierung der Modelle, die Sie sehen, liegt ja daran, welche Datentöpfe verfügbar sind. Und da kommt man mittlerweile an die Grenze dessen, was man frei im Netz findet. Und die einzelnen Unternehmen – und auch Deutschland an sich – haben natürlich unglaublich viele Datentöpfe, die jetzt verfügbar gemacht werden können, um separate Lösungen zu erzeugen.Und deswegen geht es jetzt um Pragmatismus. Ich habe es vorhin schon gesagt: Welche Prozesse wollen wir anfassen? Wie wollen wir das ausgestalten in der Zukunft? Wie wollen wir auch die Abläufe vereinfachen? Und vor allen Dingen: Wie nutzt man diese Töpfe in singulären Lösungen für die einzelnen Branchen? Und da wir so viele Weltmarktführer haben, ist das wirklich ein Alleinstellungsmerkmal. Dessen muss man sich auch bewusst sein. Da darf man nicht überhetzt Entscheidungen treffen, die dann den amerikanischen Wettbewerbern zupasskommen, weil man die Datentöpfe aufgibt. Sondern wir brauchen eine europäische Lösung dafür – vielleicht sogar eine deutsche –, wie wir das verfügbar machen.Lesen Sie auchFrage: Jetzt mal branchenübergreifend gedacht: Ist das Thema künstliche Intelligenz eher etwas, das man den großen Konzernen zuordnet, oder ist es durchaus auch relevant für kleine und mittelständische Unternehmen? Also: Wie nutzen KMU KI und wie können sie davon profitieren?Dr. Jochen Ditsche: Also, es ist natürlich für große Unternehmen einfacher, weil die mit ihrer Aufstellung, ihrer IT, eine andere Schlagkraft haben. Die sind aber auch stärker abhängig von den globalen Zulieferern in der IT-Branche – und diese haben nicht so eine Beweglichkeit. Ich glaube, der Vorteil von einem KMU ist einfach die hohe Wendigkeit, mit der man das jetzt umsetzen kann. Und mit der man auch Open-Source-Tools oder frei verfügbare Anwendungen nutzen kann, um die einzelnen Themen umzusetzen.Deswegen finde ich es eher einen Wettbewerbsvorteil, dass man jetzt kleiner ist. Denn man kann größer scheinen durch AI. Es ist auch einfacher umzusetzen, weil man nicht so viele interne Regularien und Hürden hat. Und vor allen Dingen: Weil man kein globaler Konzern ist, kann man die Sachen auch einfacher in Deutschland oder in Europa kapseln – und ist nicht davon abhängig, was der US-amerikanische Markt dazu denkt.Frage: Ich habe es eingangs erwähnt: Sie sind Senior Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger. Natürlich begleitet Roland Berger Unternehmen genau bei diesen KI-Transformationsprozessen. Wie dürfen wir uns da Planung und Umsetzung vorstellen?Dr. Jochen Ditsche: Ich glaube, unser erster wichtiger Punkt ist, dass wir unabhängig sind. Wir sind unabhängig positioniert in diesem Wettbewerbsumfeld. Und so können wir unseren Kunden die beste Lösung und auch den besten Rat geben.Lesen Sie auchWas wir noch mitbringen, ist natürlich die tiefe Expertise der einzelnen Branchen – also in Kenntnis dessen, was auch wirklich den deutschen Mittelstand oder auch den europäischen Mittelstand ausmacht. Weil wir ein europäisches Unternehmen sind. Und weil wir da auch eine gewisse Sorgfaltspflicht unseren europäischen Wurzeln gegenüber haben, dass das eine tragfähige Zukunft ist.Und was wir gleichzeitig mitbringen, ist natürlich die Fülle an Projekten, die wir mit unseren Kunden zusammen erlebt haben. Da sehen wir sehr pragmatisch sofort, wo die Ansatzpunkte sind. Deswegen positionieren wir uns auch als der pragmatische Advisor im AI-Space – ohne dass wir da Kopfgeburten mit unseren Kunden durchexerzieren wollen.