PfadnavigationHomeRegionalesThüringenMinisterin: Recht auf Vollzeit statt Teilzeit-BeschränkungVeröffentlicht am 01.02.2026Lesedauer: 2 MinutenThüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD) fordert ein Recht auf Vollzeit. (Archivbild)Quelle: Martin Schutt/dpaRund 241.000 Menschen arbeiten in Thüringen in Teilzeit – vor allem Frauen. Warum Arbeitsministerin Schenk nichts von einer Debatte über «Lifestyle-Teilzeit» hält und was sie stattdessen vorschlägt.Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD) hat einen Rechtsanspruch auf Vollzeitarbeit gefordert und Vorschläge zur Beschränkung von Teilzeitansprüchen zurückgewiesen. «Die Menschen müssen in Vollzeit arbeiten können, wenn sie das wollen», sagte Schenk der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Ein Rechtsanspruch auf Vollzeit könne jenen helfen, die ungewollt in Teilzeit-Jobs steckten.Das Grundproblem sei ein Mangel an Fachkräften. Der Vorschlag des Wirtschaftsflügels der Union, dafür den Anspruch auf Teilzeitarbeit einzuschränken, sei aber völlig ungeeignet, dieses Problem zu lösen. Menschen, die in Teilzeit arbeiteten, hätten in der Regel andere Aufgaben zu bewältigen - etwa Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen. «Das ist der Problemkreis, mit dem wir uns beschäftigen sollten», sagte sie.Der Wirtschaftsflügel der Union will den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken, wie aus einem Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) an den CDU-Bundesparteitag hervorgeht. Anspruch auf Teilzeit soll es nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Der Antrag trägt den Titel «Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit». Widerspruch kam daraufhin nicht nur aus der Opposition, sondern auch aus der eigenen Partei.Vor allem Frauen arbeiten in TeilzeitIn Thüringen arbeiteten im Juni 2025 nach Daten der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesarbeitsagentur 240.994 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Teilzeit. Ihr Anteil betrug damit rund 30,8 Prozent. Zu den Gründen für die Teilzeit zählen demnach