PfadnavigationHomePanoramaJeffrey EpsteinEx-Prinz Andrew weiter belastet, Gates weist Vorwürfe als „absolut absurd“ zurückVeröffentlicht am 31.01.2026Lesedauer: 4 MinutenDas US-Justizministerium hat neue Epstein-Akten veröffentlicht. Die Dokumente nennen prominente Namen wie Prinz Andrew, Elon Musk und Bill Gates und geben Einblicke in Epsteins Kontakte und sein kriminelles Netzwerk.Neu veröffentlichte Akten der US-Justiz setzen den früheren britischen Prinzen Andrew weiter unter Druck. Sie legen nahe, dass Jeffrey Epstein ihm trotz früherer Verurteilung Kontakte vermittelte. Auch Bill Gates wird erwähnt – der Milliardär weist Vorwürfe aber zurück.Das US-Justizministerium hat Millionen weitere Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht – sie enthalten unter anderem Details, die den britischen Ex-Prinzen Andrew weiter in Bedrängnis bringen. Den am Freitag freigegebenen Akten zufolge schlug Epstein Andrew Mountbatten-Windsor 2010 ein Treffen mit einer Russin vor – kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. Laut jetzt veröffentlichten Dokumenten schrieb Epstein in einer E-Mail von 2010 an Prinz Andrew, dass er eine Freundin habe, „mit der Sie vielleicht gerne zu Abend essen würden“, wenn diese vom 20. bis 24. August nach London komme. Die Frau sei „26 Jahre alt, Russin, klug und schön“. Andrew antwortete, dass er am 22. August in Genf sei, sich aber „sehr freuen würde, sie zu sehen“. Wochen später lud der Bruder des heutigen König Charles III. Epstein dann in den Buckingham-Palast ein. Ob das Treffen mit der Russin und der Besuch in dem Palast stattfanden, geht aus den Akten nicht hervor. Akten enthalten zudem mutmaßliche Angaben über Microsoft-Gründer Bill GatesAuch die Namen des Tech-Multimilliardärs Elon Musk und von Microsoft-Gründer Bill Gates tauchen in den Akten erneut auf. In einem E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013 beschuldigt Epstein Gates, außerehelichen Sex gehabt zu haben. Er habe ihm geholfen, „Drogen“ zu beschaffen, damit dieser „mit den Folgen des Sex mit russischen Mädchen“ fertig werden könne. Im englischen Original könnte sich „drugs“ allerdings auch auf Medikamente beziehen, etwa gegen sexuell übertragbare Krankheiten.Lesen Sie auch„Du bittest mich inständig, die E-Mails bezüglich deiner Geschlechtskrankheit, deine Bitte, dir Antibiotika zu besorgen, die du heimlich Melinda geben kannst, und die Beschreibung deines Penis zu löschen“, heißt es in einem weiteren Entwurf.„Melinda“ dürfte sich auf Melinda French Gates beziehen, die Ex-Frau von Gates. Die Scheidung erfolgte im Jahr 2021. Lesen Sie auchDie Behauptungen sind unbestätigt und erst einmal nur das: Behauptungen. Dass Epstein und Gates Kontakt hatten, war bereits bekannt. Nach Darstellung des Milliardärs, der mit seiner Gates-Stiftung unter anderem den Kampf gegen Malaria fördert, ging es dabei um philanthropische Projekte.Lesen Sie auchDie nun veröffentlichten E-Mail-Entwürfe aus dem Jahr 2013 legen nahe, Gates habe eine Freundschaft oder den Kontakt zu Epstein abbrechen wollen. Wie US-Medien berichten, kam kurz zuvor ein Joint Venture der Bill und Melinda Gates Stiftung sowie der Bank JPMorgan Chase nicht zustande, auf das Epstein gedrängt und von dem er sich hohe Gewinne erhofft hatte.Gates reagierte noch am Freitag über seine Stiftung auf die Anschuldigungen. Diese erklärte zu den E-Mail-Entwürfen, es handele sich dabei um „absolut absurde und vollkommen falsche Behauptungen“ eines „erwiesenen, verbitterten Lügners“.Die Dokumente enthalten zudem Listen der US-Bundespolizei FBI mit größtenteils anonym erhobenen Anschuldigungen gegenüber Trump. Das FBI ging demnach einigen dieser Hinweise nach und stufte diese zum Teil als nicht glaubhaft ein. Auch weitere prominente Namen fallen in den Dokumenten. Darunter der des britischen Milliardärs Richard Bransons, der Epstein auffordert, seinen „Harem“ beim nächsten Treffen mitzubringen. Verifizieren lassen sich all diese Angaben nicht. US-Handelsminister Howard Lutnick scheint laut einer E-Mail von 2012 den Medienberichten zufolge einen Besuch auf Epsteins Insel zu planen. Lutnick hatte vergangenes Jahr in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser „widerlichen Person“ nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Keiner der Genannten wurde bisher offiziell beschuldigt.Epstein steht unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er die Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch genommen hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft betrug das Strafmaß nur 18 Monate Gefängnis.2019 wurde Epstein unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat nach seiner Festnahme wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.sebe/säd mit AFP/dpa/ceb/sara
Neue Akten: Epstein-Mail belastet Bill Gates – der weist alles als „absolut absurd“ zurück - WELT
Neu veröffentlichte Akten der US-Justiz setzen den früheren britischen Prinzen Andrew weiter unter Druck. Sie legen nahe, dass Jeffrey Epstein ihm trotz früherer Verurteilung Kontakte vermittelte. Auch Bill Gates wird erwähnt – der Milliardär weist Vorwürfe aber zurück.













