PfadnavigationHomePanoramaWetterchaos in DeutschlandHunderte Unfälle in vielen Regionen – Deutsche Bahn bundesweit beeinträchtigtVeröffentlicht am 28.01.2026Lesedauer: 6 MinutenBis zu 25 Zentimeter Neuschnee und gefährliches Glatteis legen den Verkehr in viele Regionen in Deutschland lahm. Wegen gefrierender Nässe bestand im Osten schon ab Sonntagabend „Gefahr für Leib und Leben“.Wetterchaos in Deutschland: Der Wetterdienst warnt vor Schnee und Glatteis. Betroffen ist vor allem der Berufsverkehr in Süd- und Ostdeutschland. Im Norden kommt es zu Schulausfällen. WELT gibt Ihnen einen Überblick, wo das Wetter besonders heftig zuschlägt.Glatteis und heftiger Schneefall schränken in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr extrem ein. Ein „kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief“ zieht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) seit Sonntag über die Alpen hinweg nach Norden. Es komme dabei zu kräftigen Schneefällen, im Osten zu Glatteis. In der Nacht zum Montag und am Morgen ereigneten sich Hunderte Unfälle. Bei der Deutschen Bahn war aufgrund des Wintertiefs „Leonie“ der Nah- und Fernverkehr bundesweit beeinträchtigt. Am Abend meldete die Deutsche Bahn dann auf ihrer Internetseite, im Norden habe sich die Lage weiter entspannt und der Zugverkehr stabilisiert. Es könne weiterhin noch zu einzelnen Zugausfällen und Verspätungen kommen. Am frühen Dienstagmorgen mit Betriebsbeginn wolle die Deutsche Bahn auch die Fernverkehrsverbindungen Richtung Ostsee wieder aufnehmen.Wie es in den Bundesländern aussieht, lesen Sie hier:NorddeutschlandIn mehreren Landkreisen Niedersachsens kommt es wegen Schneefalls und Glätte zu Schulausfällen. Betroffen sind die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln-Pyrmont und Helmstedt, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale hervorgeht.Wegen einer rund 200 Meter langen Dieselspur ist die Autobahn 7 in Hamburg in Richtung Süden zwischen den Abfahrten Südwest und Marmstorf gesperrt worden. Bei einem Lastwagen sei vermutlich der Tank aufgerissen und der Kraftstoff habe sich auf mehrere Fahrbahnen verteilt, sagte eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale in Hamburg. In Richtung Norden sei die Autobahn frei. Wie lange die Strecke gesperrt sein ist, war zunächst unklar. Der Verkehr werde über die A261 umgeleitet.Lesen Sie auchAuf der A7 rund um den Elbtunnel waren mehrere Lastwagen entweder liegengeblieben – einer sogar im Tunnel direkt – oder ins Rutschen geraten. Wegen des Winterwetters rückte die Polizei in Hannover Dutzende Male bis zum Vormittag aus. Die Beamten nahmen rund 60 Verkehrsunfälle bis 11.00 Uhr auf, wie die Polizei mitteilte. Es habe sich jeweils um kleinere Unfälle ohne besondere Vorkommnisse gehandelt. Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein erwarten laut Wetterdienst zum Wochenstart bis zu 10 Zentimeter Schnee, vereinzelt kommt es zu Gefrierregen.SüddeutschlandVon der östlichen schwäbischen und der fränkischen Alb müsse bis nach Unterfranken teils mit „unwetterartigen Neuschneemengen“ gerechnet werden, erklärten die Meteorologen. Der heftige Schneefall in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern könnte zu „teils massiven Einschränkungen im Straßenverkehr und bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben“ führen. Außerdem gebe es die Gefahr, dass Bäume der Schneelast nicht Stand halten können.Die Feuerwehr in Stuttgart warnte bereits am Sonntagabend vor Straßenglätte durch Schneefall. „Wir haben die ersten Einsätze wegen des Schneefalls und rüsten die ersten Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten aus“, erklärte die Feuerwehr auf X.In Unterfranken registrierte die Polizei von Sonntagabend bis in die Morgenstunden rund 200 Einsätze, davon etwa 90 Unfälle. Meistens handelte es sich um liegengebliebene Fahrzeuge auf den Autobahnen und um Unfälle, bei denen Autos von der Straße abkamen. Außerdem fällt in vielen Teilen Frankens der Präsenzunterricht aus. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit nicht sicheren Schulwegen.Im Landkreis Heilbronn blieben 15 bis 20 Fahrzeuge in der Nacht zum Montag auf einer Autobahnüberleitung im Schnee stecken – vor allem Lastwagen. Die Überleitung von der A6 auf die A81 Richtung Stuttgart bei Weinsberg war deshalb in der Nacht auf Montag zwischenzeitlich gesperrt, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn mit.In Ulm sprach ein Polizeisprecher von „Unfällen über Unfälle“. Im Bereich des dortigen Polizeipräsidiums wurden bis zum Morgen mehr als 50 solcher gezählt, die auf schneebedeckten und glatten Straßen passierten. Es entstand ein Schaden im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich, wie ein Polizeisprecher sagte.Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen kam es infolge von Schnee und Glätte zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Nach Angaben der Polizei wurden von Sonntagnachmittag bis zum frühen Morgen mehr als 100 Unfälle registriert. Ein Kind wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.Schneefall sorgt in Hessen für Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) teilten mit, es komme aufgrund der Witterungsverhältnisse und nicht geräumter Strecken in ganz Nordhessen zu Fahrtausfällen und erheblichen Verspätungen. Betroffen ist vorwiegend der Busverkehr, teilweise aber auch der Regionalzugverkehr. OstdeutschlandIm Osten, etwa in einem Streifen vom Erzgebirge über Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern, wird seit Sonntagabend vor gefährlichem Glatteis auf Straßen und Gehwegen gewarnt. Zunächst setzte gefrierender Regen in Sachsen ein. Am Montagmorgen teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit, dass der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt wurde. „Bitte nutzen Sie, wenn möglich, S + U-Bahn und Bus“, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Gegen Mittag war dann klar: Die Menschen in Berlin müssen vorerst weiter ohne Straßenbahn auskommen. Der Verkehr bleibe auf unbestimmte Zeit eingestellt, sagte eine BVG-Sprecherin am Mittag. „Das ist eine historische Lage, das hatten wir so noch nie.“Rund 40 Trams schafften es nicht mehr Richtung Depot und stecken seitdem im Streckennetz fest. Fahrer harren seit Stunden in den Fahrzeugen aus, um sie zu bewachen und darauf zu warten, dass es weitergeht. Nach und nach sollten sie im Tagesverlauf aus der misslichen Lage befreit werden.BVG-Betriebschefin für U-Bahn und Tram, Meike Brännström, teilte mit: „Wir tun mit allen verfügbaren Kräften alles dafür, den Straßenbahnverkehr so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen.“ Auch der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt stellte den öffentlichen Personennahverkehr vorübergehend ein. Wie die Pressestelle des Landkreises mitteilte, gilt die Maßnahme zunächst bis 12.00 Uhr. Die Glätte sorgt zudem für Ausfälle und Verspätungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Betroffen sind unter anderem die ICE-Verbindungen von Frankfurt nach Dresden sowie nach Berlin über Erfurt und Halle. Auch die Strecken zwischen Magdeburg und Berlin sowie IC-Züge über Halle und Leipzig sind beeinträchtigt. Zum Wochenstart sind mindestens neun Schulen in Thüringen geschlossen geblieben. Betroffen sind die Schulamtsbereiche Westthüringen, Mittelthüringen und Nordthüringen, wie das Bildungsministerium mitteilte. Die Zahl könne im Laufe des Tages durch weitere Meldungen noch steigen, hieß es. „Wo Bedarf an Notbetreuung besteht, ist diese abgesichert“, erklärte ein Ministeriumssprecher. Am Montag erwartet der Wetterdienst auch tagsüber leichten bis mäßigen Schneefall. „Im Norden kann es auch noch teils kräftig schneien, sodass weiterhin Schneeglätte zu erwarten ist“, erklärt Meteorologe Markus Übel. „Auch im Nordosten geht der anfangs gefrierende Regen in Schnee über, sodass auch dort einige Zentimeter Neuschnee möglich sind.“Lesen Sie auchDie Polizei in Thüringen berichtete am Montagvormittag von insgesamt knapp 100 Unfällen habe berichtet. Zu 31 Unfällen kam es demnach auf spiegelglatten Autobahnen, 66 ereigneten sich auf Landstraßen und in Städten.WestdeutschlandIm Westen Deutschlands kam es vereinzelt zu Schnellfall. In Ostwestfalen gab es auf der A2 rund um Porta-Westfalica eine geschlossene Schneedecke. Autos und Lastwagen kamen am Montagmorgen nur langsam voran, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch im Sauerland und in Teilen des Münsterlands blieb Schnee auf den Straßen liegen. Der Winterdienst war im Großeinsatz.Im Laufe des Morgens sollen die Schnee-Wolken weiter in Richtung Ruhrgebiet ziehen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die allermeisten Regionen in NRW aber nur leichten Schneefall von einem bis fünf Zentimetern. Unwetterwarnungen gibt es nicht.dpa/AFP/sebe/rct/jra/cvb
Wetter: Hunderte Unfälle in vielen Regionen – Deutsche Bahn bundesweit beeinträchtigt ++ Schulausfälle im Norden - WELT
Wetterchaos in Deutschland: Der Wetterdienst warnt vor Schnee und Glatteis. Betroffen ist vor allem der Berufsverkehr in Süd- und Ostdeutschland. Im Norden kommt es zu Schulausfällen. WELT gibt Ihnen einen Überblick, wo das Wetter besonders heftig zuschlägt.








