Er gehört zu den letzten Überlebenden des Holocaust. Vor Kurzem ist er 100 Jahre alt geworden. Ein Gespräch mit Leon Weintraub über seinen Widerstand gegen Rechtspopulisten, KI-generierte KZ-Fotos, Protestbriefe an Friedrich Merz und seinen Glauben an das Gute.Adrett gekleidet mit dunkler Fliege, weißem Hemd und braunem Sakko sitzt Leon Weintraub in Stockholm in seinem Wohnzimmer vor dem Computer, als er sich per Zoom zum Gespräch zuschaltet. „Mir geht es gut“, sagt er zur Begrüßung mit fester Stimme und auf Deutsch, „ich hoffe, Ihnen auch.“ Am 1. Januar hatte er mit zahlreichen Freunden und Wegbegleitern seinen 100. Geburtstag gefeiert. Während unseres Gesprächs wirkt er lebensfroh, erzählt sehr wortgewandt. Aufgrund ihres hohen Alters wird die Gemeinschaft der Holocaust-Überlebenden immer kleiner, Weintraub gehört zu den wenigen Zeitzeugen, die noch persönlich vom Terror der Nationalsozialisten berichten können. Als Pole jüdischer Herkunft überlebte er die Deportation nach Auschwitz-Birkenau und in drei weitere Konzentrationslager, in denen 64 Verwandte von ihm ermordet wurden. Der promovierte Frauenarzt machte es sich seit seinem Berufsausstieg 1992 zur Lebensaufgabe, an die Gräueltaten des NS-Regimes zu erinnern. Seit Jahren reist er um die Welt, um das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Entschlossen erhebt er auch seine Stimme gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. In Schulen und Gedenkstätten schildert er seine erschütternden Erlebnisse so präzise, als hätten sie sich erst gestern zugetragen. „Ich habe ein fotografisches Gedächtnis, in dem alles abgespeichert ist“, erklärt Weintraub. WELT: Haben Sie seit Ihrem 100. Geburtstag einen anderen Blick auf Ihr Leben als vorher?Leon Weintraub: Es ist das erste Mal, dass ich 100 geworden bin, und noch habe ich mich nicht daran gewöhnt. Für mich ist 100 eine Zahl auf dem Papier. Sicher, wenn ich überlege, ist es ein Meilenstein in meinem Leben, dass ich dieses Alter erreicht habe.WELT: Erst recht, wenn man versucht, sich vorzustellen, was Sie zu erleiden hatten. Sie überlebten das Ghetto in Ihrer Geburtsstadt Lodz, danach die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler-Struthof. Wie war das möglich?Weintraub: Mir wurde sehr, sehr viel Übles angetan. Doch ich bin ein Rationalist. Ich sage mir, dass mir bei einem so langen Leben wie dem meinen fünfeinhalb Jahre Martyrium – was ja nur fünf bis sechs Prozent meines Lebens sind – mein Leben nicht zerstören kann. Ich habe alles Erlebte in meinem Gehirn zeitlebens gespeichert. Täglich werde ich davon in irgendeiner Form tangiert, dennoch fand ich einen guten Weg, frohgemut durchs Leben zu gehen. Ab wann das begann, kann ich Ihnen auf den Tag genau sagen. (Er hält seine Immatrikulationsbescheinigung und seinen Studentenausweis in die Kamera und fragt:) „Können Sie das Datum meiner Immatrikulation erkennen?“WELT: 11. November 1946. Weintraub: Richtig. Ich wollte unbedingt Arzt werden und bekam von der britischen Militärregierung einen Studienplatz für „Displaced Persons“ an der Universität Göttingen zugewiesen. Dort begann ich, wieder Mensch zu werden. Es war der Anfang meines guten Weges zurück ins Leben, der mir jetzt zwei weitere Auszeichnungen beschert. Am 2. März bekomme ich in Göttingen die Ehrendoktorwürde, fünf Tage später den Friedenspreis der Stadt. Das ist ein gutes Gefühl.Lesen Sie auchWELT: Wie aber ist es Ihnen gelungen, nicht nur diese fünfeinhalb Jahre der Tyrannei zu überleben, sondern auch die Traumata zu verarbeiten? Wenn man nur bedenkt, auf welche Weise Sie Ihre Mutter verloren haben. Nach der Ankunft in Auschwitz am 19. August 1944 wurden Sie von ihr getrennt, der Weg Ihrer Mutter führte direkt in die Gaskammer.Weintraub: Darauf gibt es keine richtige Antwort. Durch die Trennung von der Familie allein in der Welt zu stehen, dann der Rauch, der Tag und Nacht unaufhörlich aus dem hohen Schornstein in Auschwitz qualmte und nach verbranntem Fleisch stank, das machte einen ohnmächtig. Mein Wille wurde mir geraubt. WELT: In Ihrer Autobiografie „Die Versöhnung mit dem Bösen“ schreiben Sie, dass der Mensch in solchen extremen Situationen wie starr werden kann – man funktioniert im Überlebensmodus.Weintraub: So ist es. Ich habe nur funktioniert, bis auf einen Augenblick, da habe ich blitzschnell reagiert. Es war im Oktober ’44, als ich zwischen Block 16 und 18 eine Gruppe nackter Männer sah. Ich wagte zu fragen, was sie dort so nackt machten, woraufhin sie antworteten, dass sie registriert, eingekleidet und dann zum Arbeitseinsatz ins KZ Groß-Rosen abkommandiert werden. Spontan legte ich meine lumpige Kleidung im Schatten des Blocks ab, drängte mich in die Gruppe und entkam so Auschwitz. Wenige Tage später wurde dort der gesamte Block 10 – mein Block –, in dem nur Jugendliche untergebracht waren, in den Gaskammern umgebracht.WELT: Was war bei allem Leid, das Furchtbarste, was Sie erlebt haben? Weintraub: Ich glaube, das Ergreifendste passierte im Außenlager von Groß-Rosen in Dörnhau. Dort arbeitete ich als Elektriker. Als ich eines Tages zurück ins Lager kam, standen vor dem Tor zwei SS-Männer, die zwei Häftlinge bewachten, einen Erwachsenen und einen Jungen in meinem Alter. Wir wurden zum Appellplatz gerufen, wo zwei Galgen standen, an denen die beiden wegen eines Fluchtversuchs erhängt werden sollten. Als sie dem älteren Gefangenen den Hocker wegzogen, auf dem er stand, stürzte er zu Boden. Das alte Seil war gerissen. Der Mann überlebte, weinte bitterlich und flehte um sein Leben. Es wurde ein neues Seil geholt, diesmal blieb er mit zitternden Füßen hängen, so wie auch der Junge. Dann kam der Lagerarzt, nahm beide vom Galgen, horchte sie ab und flüsterte dem Lagerleiter etwas ins Ohr, der daraufhin seine Pistole zog und beiden den Gnadenschuss gab. Das ist unvergesslich eingeritzt, ich sehe das vor meinen Augen.WELT: Wie oft waren Sie in dieser Schreckenszeit mit dem eigenen Tod konfrontiert?Weintraub: Der Tod war etwas Gegebenes, Leben war die Ausnahme. Jeden Tag sah ich Tote. Von meinem Arbeitsplatz in Dörnhau trugen wir täglich ein, zwei Leichen ins Lager. Sie waren von SS-Männern, die am Feuer saßen und sich langweilten, mit dem Gewehrkolben erschlagen worden.WELT: Sie wirken sehr gefasst, wenn Sie von den Gräueltaten berichten. Belasten diese Verbrechen Sie noch heute?Weintraub: Ich lebe damit jeden Augenblick. Ich kann sie nicht auslöschen. Aber sie sind keine schwarze Wolke über meinem Kopf, die mir die Sonne verdeckt. Ich sehe die Bilder vor mir, ohne dass sie mir die Freude am Leben nehmen können. Die Genugtuung, überlebt zu haben, dass ich nicht umgebracht wurde, übersteigt alles. Mein Leben ist bis heute so intensiv, dass die einstigen Leiden es nicht negativ beeinflussen können. Als wir von der französischen Armee befreit wurden, …WELT: … das war am 23. April 1945, Sie waren 19. Bei Donaueschingen gelang Ihnen mit anderen Häftlingen die Flucht, als bei einer Verlegung der von SS-Männern begleitete Zug von Fliegern beschossen wurde. Sie wogen nur noch 35 Kilo, waren an Typhus erkrankt.Weintraub: Zwei Monate lag ich danach im Lazarett in Donaueschingen und im Sanatorium auf der Insel Reichenau. Damals war ich nicht in der Lage, irgendetwas zu denken. Mein Gehirn war vollkommen ausgemergelt. Als ich eines Tages zwei Frauen traf, die von Bergen-Belsen kamen und nach Überlebenden ihrer Angehörigen gesucht hatten, und ich ihnen meinen Namen nannte, erzählten sie, dass sie in Bergen-Belsen drei Mädchen aus Lodz getroffen hatten: Lola, Franka und Mala. Es waren meine Schwestern, die ihrerseits erfahren hatten, dass ich in Auschwitz vergast worden wäre. Als wir uns im September 1945 wiedertrafen, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich jetzt ein freier Mensch bin, und ich begann zu überlegen, was ich nun mit meinem Leben anfangen werde.Lesen Sie auchWELT: Warum wollten Sie unbedingt Arzt werden?Weintraub: Da ich so lange in so enger Berührung mit dem Tod war, wollte ich bewusst zum Leben verhelfen, als Geburtshelfer und Frauenarzt. Als Geburtshelfer war ich verantwortlich für das Leben für mindestens drei Personen – die Gebärende, das Neugeborene und deren Vater. Dabei hatte ich nur sechs Jahre Grundschule, weshalb ich das Studium erst einmal unter Vorbehalt begann. Nach dem vierten Semester sollte ich die Uni verlassen, weil ich kein Abiturzeugnis besaß. Dank eines Ersuchens des Kulturministers von Hannover durfte ich das Abitur als Externer im dortigen Humboldt-Gymnasium im Oktober 1948 ablegen. Ich setzte Scheuklappen auf, schaute nicht nach links und rechts. Die schriftlichen Prüfungen gingen über vier Tage, die mündlichen Prüfungen bestand ich alle an einem Tag, woraufhin ich weiterstudieren durfte.WELT: Und das in Deutschland, wo Ihnen so viel Unheil widerfahren ist. Was gab Ihnen die Kraft, sich mit dem Land zu versöhnen?Weintraub: Als Arzt und Humanist sind meine geistigen Vorfahren die Vorläufer der Französischen Revolution, der Enzyklopädisten Diderot, Voltaire, Descartes und ihre drei Worte „Liberté, Égalité, Fraternité – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Nach diesem Motto versuche ich zu leben, verbunden mit der Einsicht, dass wir irgendwann einmal als denkende Menschen die Spirale des Bösen abschließen müssen. Nur durch Versöhnung ist es möglich, gegenseitige Anklagen und Beschuldigungen nicht eskalieren zu lassen. Verzeihen und Vergeben kam bei mir nicht infrage. Wie könnte ich einem SS-Mann verzeihen, der meine Mutter ermordet hat? Aber Versöhnung, auch wenn der Begriff den beiden anderen nahe ist, muss möglich sein, um dem Frieden weltweit eine Zukunft zu geben. Vielleicht klingt das utopisch, mich aber erfüllt dieses Denken.WELT: 1950 kehrten Sie nach Polen zurück, arbeiteten als Gynäkologe in einer Klinik in Warschau und verloren 1969 in Folge des dort zunehmenden Antisemitismus Ihre Anstellung als Oberarzt in einem Kreiskrankenhaus. Sie emigrierten mit der Familie nach Schweden. Warum gingen Sie nicht nach Israel oder kamen wieder nach Deutschland?Weintraub: Schweden war ein neutrales Land. In Israel hätten meine drei Söhne mit 18 Jahren in die Armee eintreten müssen. Ich wollte sie nicht gefährden. Wir haben genug Zoll gezahlt an Menschenleben. Nach Deutschland zurück kam für mich 1969 auch nicht infrage - trotz meiner deutschen Frau, trotz deutschen Studiums. Deutschland war für mich noch das Land der Täter.WELT: Aber warum haben Sie damals in Deutschland studiert?Weintraub: Ich sah darin meinen Weg zurück ins Leben. Das war das Wichtigste. Ich habe die Möglichkeit ausgenutzt, die mir damals geboten wurde.WELT: Was beunruhigt Sie in der Gegenwart am meisten?Weintraub: Die Weltlage generell. Es macht Angst und Bange, seit Präsident Trump die Rolle eines Weltherrschers angenommen hat und agiert, wie er will. Wir sind eingetreten in eine neue Phase, in der drei große Staaten – die USA, Russland und China – dazu schreiten, die Welt durch drei zu teilen, sie zu beherrschen und uns der Demokratie zu berauben. Das ist der Horror, der uns erwartet, leider auch durch die Schwäche von Europa, durch die mangelnde Zusammenarbeit, den fehlenden Zusammenhalt der Europäischen Union. Die Hoffnung liegt in dem gesunden Menschenverstand, dass er siegen werde mit der Zeit, dass die vernünftigen Amerikaner aufwachen und diesen pathologischen Menschen entmachten.WELT: Im Dezember töteten zwei Islamisten am Bondi Beach in Sydney bei einem Anschlag auf ein Chanukka-Fest 15 Menschen. Beim Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ermordete die Hamas mehr als 1200 Menschen. Können Sie trotz solcher Gräuel noch an das Gute im Menschen glauben?Weintraub: Mein Gutglaube hat darunter gelitten. Trotzdem bleibe ich ein unheilbarer Optimist, der es fatal findet, wenn die am 7. Oktober Angegriffenen zu Tätern gemacht werden. Israel wehrt sich gegen seine Auslöschung. Jetzt weiß jeder islamistische Aggressor, dass er bestraft wird, wenn er den jüdischen Staat angreift. Ob die Bestrafung zu streng ist, ist eine theoretische Diskussion. Israel hatte nie die Absicht, die Palästinenser auszurotten. Übrigens war ich am 7. Oktober mit meiner Frau in Tel Aviv. Um halb sieben Uhr morgens wurden wir durch Sirenengeheul geweckt. Dabei musste ich blitzartig an September 1939 denken. Beim Überfall auf Polen war der Klang der gleiche, ein lang gezogener Ton. Schrecklich.Lesen Sie auchWELT: Nach dem Hamas-Überfall nahm der Antisemitismus nicht nur in Deutschland zu. 2024 wurden bundesweit 6236 Straftaten registriert – ein Anstieg von knapp 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Reisen Sie trotz dieser Entwicklung noch gern nach Deutschland?Weintraub: Angst habe ich nie, was kann mir schon passieren? Ich bin vorsichtig, ja, ich setze mich nicht unnötigen Gefahren aus. Ich werde in Berlin nicht in ein Viertel gehen, das von Moslems beherrscht wird, und mich offen zeigen mit einer Kippa, die ich sonst nie trage, und mit meiner Menora. Ich lebe gern, habe keine Eile, die Erde zu verlassen. Aber Angst vor dem Tod habe ich nicht. Was mir noch Sorgen bereitet, sind zwei Dinge.WELT: Welche sind das?Weintraub: Durch das Erstarken der Rechtsextremisten in Deutschland fühle ich mich an 1933 erinnert. Es ist beschämend. Diesen radikalen Rechten muss das Handwerk gelegt werden. Die AfD ist mit ihren Nazi-Wurzeln keine Alternative für Deutschland. So wie die Schwedendemokraten oder die PiS-Partei in Polen lebt sie ihre menschenfeindliche Ideologie. Ich bin mir sicher, wer mich gehört hat, wählt nicht die AfD. Denen ist klar geworden, dass krankhafter Nationalismus, der andere Menschen herabsetzt, menschenunwürdig ist.WELT: Was bedrückt Sie außerdem?Weintraub: Dass es noch immer so viele Holocaustleugner gibt und in den sozialen Medien viele Fotos aus Konzentrationslagern verbreitet werden, die nicht echt, sondern KI-generiert sind. Diese Gedankenlosigkeit oder aber böse Absicht, die grausame Geschichte zu verharmlosen oder zu verfälschen, macht mich sehr traurig.WELT: 2025 schrieben Sie Friedrich Merz einen offenen Brief, in dem Sie sein Taktieren kritisierten, mit Stimmen der AfD ein verschärftes Migrationsgesetz auf den Weg zu bringen, was im Bundestag knapp scheiterte. Hat er Ihnen geantwortet?Weintraub: Damals nicht. Dafür erhielt ich zum 100. Geburtstag einen langen Brief mit Glückwünschen von ihm. Das zeigt mir, dass ich mit meinem Tun etwas bewirkt habe und das gibt mir trotz der dritten Krebserkrankung die Kraft, meine Mission weiterzuleben. Ich habe Tausende Freunde in vielen Ländern, fühle mich als Weltbürger und da, wo mir nahestehende Menschen leben, bin ich auch zu Hause.WELT: Was werden Sie am 27. Januar machen, an dem 2005 von den Vereinten Nationen eingeführten Holocaust-Gedenktag?Weintraub: Seitdem es diesen Gedenktag gibt, bin ich immer nach Auschwitz-Birkenau gereist. Im Vorjahr, anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung, habe ich dort vor Delegationen aus 55 Ländern gesprochen. Diesmal gab ich dem eindringlichen Bitten der jüdischen Gemeinde von Stockholm nach, fahre nicht nach Polen, sondern halte eine Ansprache in der großen Synagoge in Stockholm. Ich freue mich darauf.Zur Person:Der am Neujahrstag 1926 in Lodz/Polen geborene Sohn eines Altkleidersammlers und einer Wäschereibetreiberin wuchs mit vier älteren Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater starb, als Leon Weintraub eineinhalb Jahre alt war. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde die Familie 1940 ins Ghetto Litzmannstadt zwangsumgesiedelt und vier Jahre später nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine Mutter wurde in den Gaskammern ermordet. Als Arbeitshäftling überlebte er die Konzentrationslager Groß-Rosen, Flossenbürg und Natzweiler-Struthof sowie mehrere Todesmärsche. Kurz vor Kriegsende gelang ihm die Flucht. 1946 studierte er in Göttingen Medizin, zog 1950 wieder nach Polen. Er promovierte und heiratete eine deutsche Frau, die 1970 starb. Er praktizierte als Facharzt für Gynäkologie. 1969 wanderte er nach Schweden aus, wo er in zweiter Ehe in Stockholm lebt. Er hat eine Tochter und drei Söhne.
Leon Weintraub: Überlebender des Holocaust erzählt von seiner unerschütterlichen Lebensfreude - WELT
Er gehört zu den letzten Überlebenden des Holocaust. Vor Kurzem ist er 100 Jahre alt geworden. Ein Gespräch mit Leon Weintraub über seinen Widerstand gegen Rechtspopulisten, KI-generierte KZ-Fotos, Protestbriefe an Friedrich Merz und seinen Glauben an das Gute.










