PfadnavigationHomePolitikDeutschlandRheinland-PfalzGrüne ziehen mit Demokratie-Projekten und AfD-Verbot in den WahlkampfVeröffentlicht am 24.01.2026Lesedauer: 2 MinutenDie rheinland-pfälzische Umweltministerin Eder mit ihren Parteikolleginnen Binz und SchellhammerQuelle: Harald Tittel/dpaDie Grünen in Rheinland-Pfalz setzen zum Auftakt des Landtagswahlkampfs einen klaren Demokratie-Schwerpunkt. Eine erneute Regierungsbeteiligung machen sie zudem vom Engagement für ein AfD-Verbot abhängig. Was sie vorhaben.Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben ihre Themen für den Landtagswahlkampf gesetzt. Demokratie-Projekte sind ein Schwerpunkt. Die Grünen wollen in der nächsten Wahlperiode rund 130 Millionen Euro dafür ausgeben. Zudem machen sie eine erneute Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl vom Engagement für ein AfD-Verbot abhängig. Das haben die Delegierten der Kreisvorstände zum Wahlkampfauftakt in Mainz beschlossen, wie die Partei mitteilte.24/7 Anlaufstelle für angefeindete MenschenDie Grünen wollen zudem eine 24/7-Anlaufstelle für Betroffene von Anfeindungen und Gewalt einrichten, um sicherzustellen, dass jeden Tag rund um die Uhr schnell Hilfsangebote vermittelt werden können.Lesen Sie auchZielgruppen seien etwa Lehrkräfte, die angefeindet würden, weil ihr Demokratieunterricht angeblich nicht neutral sei, aber auch ehrenamtliche Bürgermeister und Ratsmitglieder, die das Bürgerhaus Rechtsextremen nicht zur Verfügung stellen wollen und dafür Drohbriefe erhalten. Gleichstellungsbeauftragte, gegen deren Arbeit und Initiativen im Netz gehetzt werde, gehörten auch zu den Zielgruppen.Mit einem „130-Millionen-Euro-Demokratie-Paket“ sollen Kommunen Projekte bei sich vor Ort fördern können. 120 Millionen Euro davon sollen direkt an die Kommunen fließen, gestaffelt nach Einwohnerzahlen. Für Mainz wären das rund 1,3 Millionen Euro für lokale Demokratieförderung, für Worms eine halbe Million, rechneten die Grünen vor.Lesen Sie auchMit rund fünf Millionen Euro sollen nach dem Willen der Grünen Demokratie-Paten für jede Kommune ausgebildet werden. Die restlichen fünf Millionen Euro sind für Orte des Zusammenlebens gedacht wie Kiez-, Dorfkneipen oder Familientreffs.Grüne gebe es nur in einer Koalition, die für ein AfD-Verbot eintreteZudem setzen die Grünen klar auf ein AfD-Verbot. „Wir werden keiner Landesregierung beitreten, die sich nicht klar zur Unterstützung einer Bundesratsinitiative für ein AfD-Verbotsverfahren bekennt“, erklärte Spitzenkandidatin Katrin Eder. Zwar gälten für ein Parteienverbot hohe Hürden, aber es gebe auch ein Gutachten des Verfassungsschutzes, das die AfD als rechtsextreme Partei einstufe.dpa/saha
Rheinland-Pfalz: Grüne ziehen mit Demokratie-Projekten und AfD-Verbot in den Wahlkampf - WELT
Die Grünen in Rheinland-Pfalz setzen zum Auftakt des Landtagswahlkampfs einen klaren Demokratie-Schwerpunkt. Eine erneute Regierungsbeteiligung machen sie zudem vom Engagement für ein AfD-Verbot abhängig. Was sie vorhaben.







