PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMaybrit Illner„Wir haben in dieser Woche wieder einmal belegt, wie unfähig wir dazu sind“, ärgert sich LaschetVon Raphael CullmannVeröffentlicht am 23.01.2026Lesedauer: 5 MinutenArmin Laschet (CDU) bei Maybrit IllnerQuelle: ZDF/Jule RoehrBei Illner ging es um US-Präsident Donald Trump und die neue Weltordnung. Eine Kommentatorin spricht in der Sendung gar von einer „Perversion des internationalen Systems“, während CDU-Außenpolitiker Laschet den Fokus seiner Kritik auf Europa richtet, das er zuletzt wenig überzeugend fand.Trumps Größenwahn – wer hält dagegen?“, wollte Maybrit Illner am Donnerstagabend von ihren Sendungs-Gästen wissen. Nach der aufsehenerregenden Rede des US-Präsidenten in Davos waren das der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), und der Politikwissenschaftler Herfried Münkler. Zusätzlich eingeladen waren als Experten und Kommentatoren Sarah Pagung von der Körber-Stiftung; die Direktorin des Aspen-Instituts Deutschland, Stormy-Annika Mildner; und der ehemalige ZDF-Moderator Claus Kleber.Die große Frage zum Sendungsbeginn lautete: Was war die Ursache dafür, dass Trump letztlich abgerückt ist von seinem Verlangen, Grönland den USA einzuverleiben? Mildner vom Aspen-Institut erklärte, Trump habe schlicht „wenig Rückhalt für seine Positionen auch in den eigenen Reihen zu Hause“ gehabt. 70 Prozent der Republikaner seien gegen eine Annexion Grönlands – und das, während dieses Jahr in den USA schon wieder Abgeordneten-Wahlen bevorstünden. Mildner spekulierte zudem, dass es auch die Angst vor negativen Reaktionen an den amerikanischen Börsen war sowie der Zusammenhalt der Europäer, die Trumps Rückzug beeinflusst haben könnten.Lesen Sie auch„Die Kraft und Stärke“ Europas also als Ursache für Trumps Einknicken?, hakte Illner nach – doch dem widersprach Armin Laschet scharf. „Nein, ganz sicher nicht, und ich fand es auch keinen allzu überzeugenden Auftritt, da 15 Soldaten hinzuschicken“, erwiderte dieser. Damit sprach er die zweitägige Erkundungsmission durch 15 Bundeswehrsoldaten in Grönland an. Laschet sah es vielmehr wie Mildner, wonach der fehlende Rückhalt für Trump unter den eigenen Wählern, die Angst vor den Börsen und den Wahlen Trump letztlich im Zaum gehalten hätten. „Wird dieses Europa es schaffen, auch eine Großmacht zu werden, um mit aller Macht Werte durchsetzen zu können?“, fragt Illner dann in Runde.Lesen Sie auchDie „Chinesen machen das mit Geld und Wirtschaftskraft, die Russen haben das nicht, die müssen es mit Militär machen, was immer große Probleme hat, wofür sie auch einen erheblichen Preis zahlen, und die Amerikaner haben im Prinzip alle möglichen Machtsorten, die sie variieren können“, antwortet Politikwissenschaftler Münkler. Wenn die Europäer da mitspielen wollten, müssten sie die Rhythmik der Großmächte mitgehen – also „schneller entscheiden“, so Münkler.
Maybrit Illner: „Wir haben in dieser Woche wieder einmal belegt, wie unfähig wir dazu sind“, ärgert sich Laschet - WELT
Bei Illner ging es um US-Präsident Donald Trump und die neue Weltordnung. Eine Kommentatorin spricht in der Sendung gar von einer „Perversion des internationalen Systems“, während CDU-Außenpolitiker Laschet den Fokus seiner Kritik auf Europa richtet, das er zuletzt wenig überzeugend fand.






