PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikTrump in Davos – Ein bisschen Abrüstung und die Keule im HintergrundVeröffentlicht am 21.01.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: Evan Vucci/AP/dpaDonald Trump will Grönland kaufen – und stellt Europas Bündnistreue offen infrage. In Davos droht er der Nato und fordert neue Machtverhältnisse. Seine Botschaft: Sicherheit gibt es für Europa nur zu amerikanischen Bedingungen. Wichtig für Europa war vor allem eine Formulierung.US-Korrespondentin Stefanie Bolzen, Antonia Beckermann und Wim Orth analysieren im Podcast Trumps Rede in Davos und sprechen über seine Idee eines neuen Machtinstrumentes: einen selbst kontrollierten Friedensrat, der internationale Strukturen infrage stellt.Hier können Sie die Folge direkt hören:

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der aktuellen Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um Donald Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Darin präsentiert sich der US-Präsident nicht nur als wirtschaftlicher Visionär, sondern formuliert auch Forderungen, die tief in die globale Sicherheitsarchitektur eingreifen – besonders mit Blick auf Europa und die Nato.Trumps wiederholte Ambitionen, Grönland in den Besitz der USA zu bringen, sind mehr als eine geopolitische Randnotiz. Zwar schloss er eine militärische Einnahme der Insel aus, forderte aber umgehend Verhandlungen mit Dänemark – verbunden mit dem Hinweis, dass Amerika sich nicht mit symbolischer Mitnutzung zufriedengebe. Die Aussage „I’m not gonna pay for something that’s only a lease“ macht deutlich: Es geht um Eigentum, nicht um Partnerschaft.Sicherheitsinteressen in der Arktis und Kritik an der NatoDie Rede streifte zahlreiche weltpolitische Themen – von Venezuela bis zu sicherheitspolitischen Aspekten in der Arktis. Dabei stellte Trump erneut infrage, ob die Nato für die USA überhaupt noch von Nutzen sei. Er betonte, die Allianz habe historisch „immer nur anderen genützt“. Dass die Nato nach den Anschlägen von 9/11 erstmals den Bündnisfall ausrief – zugunsten der USA – erwähnte er nicht. Die implizite Drohung: Sollte Europa sich den US-Forderungen nicht beugen, könnte Amerika seine Rolle in der Nato überdenken.Ein Friedensrat unter Trumps FührungAbseits der Davos-Rede sorgt ein weiteres Vorhaben für Irritation: Trump will einen globalen „Friedensrat“ gründen, dem nur Länder beitreten dürfen, die mindestens eine Milliarde Dollar einzahlen. Trump selbst will Vorsitzender auf Lebenszeit sein. Frankreich lehnt bereits ab – und wird prompt mit neuen Strafzöllen auf Wein und Champagner konfrontiert. Auch Deutschland steht vor einer heiklen diplomatischen Entscheidung.Welche Rolle Europa künftig im geopolitischen Denken der USA spielt – und welche Folgen Trumps Privatinitiative für internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen hat – bleibt vorerst offen.