PfadnavigationHomePolitikAuslandJeder Zweite betroffenDefekt an Unterseekabel – Massiver Stromausfall auf dänischer Ostsee-Insel BornholmVeröffentlicht am 21.01.2026Lesedauer: 2 MinutenAuf der dänischen Insel Bornholm sind mehr als 18.000 Haushalte ohne Strom. Schuld könnte ein technischer Fehler sein, der zu einer Überbelastung eines Seekabels geführt habe, so der Netzbetreiber Energinet.Die dänische Insel Bornholm wurde von einem großflächigen Stromausfall heimgesucht. Ursache war offenbar ein Defekt an einem Unterseekabel. Die Hälfte der Bewohner der Insel war betroffen. Die Polizei ermittelt.Die dänische Ostseeinsel Bornholm war über Stunden von einem massiven Stromausfall betroffen. Grund war laut der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“ ein Defekt an einem Unterseekabel.Das Versorgungsunternehmen Trefor schrieb auf seiner Webseite, dass es auf der gesamten Insel zu Stromausfällen und Ausfällen bei der Wasser-, Heizungs- und Kommunikationsversorgung kommen kann. Laut Trefor waren 18.572 Haushalte von dem Stromausfall betroffen. Der Ausfall war am Vormittag um kurz nach 10 Uhr aufgefallen. Um 14 Uhr war die Stromversorgung in allen Haushalten wiederhergestellt.Die Bornholmer Polizei ermittelte wegen des Stromausfalls, teilte die Pressestelle des Polizeibezirks der Nachrichtenagentur Ritzau mit.„Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich ziemlich sicher, dass es sich um eine Überbelastung des Kabels handelt und nichts mit Terror oder Ähnlichem zu tun hat“, sagte Per Sørensen, Versorgungsdirektor von Trefor El-Net Øst, dem dänischen Rundfunk. In jüngster Zeit sind immer wieder Kabel und Leitungen in der Ostsee beschädigt worden. Die Ursache dahinter ist jeweils unklar, doch in mehreren Fällen wird Sabotage vermutet.Bornholm ist eine dänische Ostseeinsel vor der Südküste Schwedens mit etwa 40.000 Einwohnern, die sich auf einer Fläche von knapp 590 km² verteilen. Demnach war etwa jeder zweite Bewohner der Insel von dem Stromausfall betroffen.Insel mit hoher militärischer BedeutungBornholm ist von hoher strategischer Bedeutung für die militärische Kontrolle der Ostsee. Zuletzt gab es wiederholt Verletzungen des dänischen Luftraums und der Hoheitsgebiete rund um die Insel durch russische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe. Am 26. September 2022 ereigneten sich zudem an den beiden Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nahe der dänischen Insel mehrere Explosionen. Drei der vier Stränge der beiden Leitungen wurden dabei schwer beschädigt. Die mutmaßlichen Täter sollen über Mittelsmänner eine Segeljacht in Rostock gemietet und damit den Sprengstoff zu den Gasleitungen gebracht haben. Ermittler fanden an der „Andromeda“ später Spuren von Sprengstoff. dpa/saha