PfadnavigationHomePanoramaTragödie auf Spielplatz18-Jähriger starb an Silvester wegen Böller – Schwester bittet in emotionalem Video um SpendenVeröffentlicht am 13.01.2026Lesedauer: 2 MinutenIn der Silvesternacht sind in Bielefeld zwei 18-Jährige durch selbst gebaute Böller ums Leben gekommen. Pyrotechniker Andreas Voigt erläutert die Gefahren von improvisierten Sprengkonstruktionen.Bei schweren Pyrotechnik-Unfällen kamen in der Silvesternacht zwei junge Menschen in Bielefeld ums Leben. Nun meldet sich die Familie des verstorbenen Alex, 18, mit einer bewegenden Botschaft zu Wort.Dieses Unglück sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Zwei 18-Jährige verunglückten in der Silvesternacht in Bielefeld-Baumheide. Die beiden jungen Männer starben unabhängig voneinander bei Explosionen selbst gebauter Sprengsätze. Wie die Polizei weiter mitteilte, zündeten die 18-Jährigen die Sprengmittel wohl in mitgebrachten Kunststoffrohren. Beide sollen sich zudem im Moment der Detonation über die Rohre gebeugt haben, wie es unter Berufung auf Zeugenaussagen hieß. Lesen Sie auch„Mein Bruder wäre vergangenen Freitag 19 Jahre alt geworden“Nach dem Tod eines der Opfer hat sich nun dessen Schwester öffentlich zu Wort gemeldet. In einem Spendenaufruf auf Instagram erinnert sie an ihren Bruder. „Alex hat Gemeinschaft, Freundschaft und Freiheit geliebt“, erzählt die junge Frau namens Elora, der beim Erzählen immer wieder die Stimme bricht. Vor einigen Tagen wäre Alex 19 Jahre alt geworden, erzählt sie. Doch dazu kam es nicht, denn: „Mein Bruder hat durch den Gebrauch illegaler Pyrotechnik sein Leben verloren. Unsere Familie ist immer noch sehr erschüttert und kann das Geschehene nicht begreifen“, sagt Elora weiter.Nun wolle sie dafür sorgen, dass ein solches Leid anderen Familien erspart bleibe. Lesen Sie auchDie Familie bittet deshalb um Spenden für den Abenteuerspielplatz Schelpmilserweg in Bielefeld-Baumheide. Der Ort solle fortan Kindern und Jugendlichen Halt, Selbstbewusstsein und Gemeinschaft geben und helfen, ähnliche Tragödien künftig zu verhindern. „Alex hatte es, wie viele Jugendliche, nicht leicht, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden“, führt die junge Frau weiter aus. Um solche Unglücke künftig zu vermeiden, müssten „wir Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft mehr Halt und Selbstbewusstsein schenken“. Der Spendenaufruf, der unter dem Video verlinkt ist, kommt dem Träger des Spielplatzes zu Gute, dem Verein „Evangelische Offene + Mobile Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Aktuell hat der Aufruf bereits über 10.000 Likes bekommen. dpa/jra