PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-Vorpommern«Winterhart»: Kraniche trotzen Schnee und EisVeröffentlicht am 11.01.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Suche nach Nahrung wird bei geschlossener Schneedecke für Kraniche schwierig.Quelle: Jens Büttner/dpaSeit einigen Jahren blieben tausende Kraniche auch den Winter über im Nordosten, während die allermeisten ihrer Artgenossen in wärmere Gefilde flogen. Auch jetzt sind Kraniche im Schnee zu sehen.Trotz der vielerorts geschlossenen Schneedecke und frostigen Temperaturen sind in Mecklenburg-Vorpommern noch Kraniche zu sehen. Viele von ihnen traten zwar um die Weihnachtszeit von der Vorpommern-Küste die Winterflucht gen Süden an. «Aber viele sind auch noch hier und harren aus. Sie sind anscheinend winterhart und machen noch keine Anstalten, davonzufliegen», sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft Kranichschutz Deutschland, Günter Nowald, der Deutschen Presse-Agentur.Die Schneedecke sei mehr oder weniger geschlossen, so dass es für die Kraniche schwieriger sei, Nahrung zu finden. Im vorigen Jahr waren um diese Jahreszeit noch rund 8.800 «Winter-Kraniche» in MV. Wie viele es derzeit seien, könne noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, so Nowald, der auch das Internationale Nabu-Erlebniszentrum Kranichwelten in Günz leitet.Weißstörche halten nichts vom MV-WinterDer Rostocker Weißstorch-Experte Stefan Kroll berichtet von einer größeren Ansammlung von rund 500 Kranichen, die er vor einer Woche an einem Schlafplatz am Radelsee in Markgrafenheide gesehen habe. Mit Blick auf die Störche sieht das anders aus. 99,9 Prozent seien weggeflogen.