PfadnavigationHomePanoramaNRW-Innenminister Reul„Die Täter wussten wahrscheinlich genau, wonach sie suchen und wussten auch, wie sie es bekommen“Veröffentlicht am 10.01.2026Lesedauer: 2 MinutenNach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen prüft die Polizei neue Spuren. Zwei Kennzeichen wurden am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden. „Eine heiße Spur haben wir bisher nicht“, sagt Thomas Nowaczyk, Pressesprecher der Polizei Gelsenkirchen.Dass die Gelsenkirchener Sparkasse nach dem Tresor-Coup wichtige Daten den Behörden nicht übergeben wollte, wirft für NRW-Innenminister Reul ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Zugleich zeigte er sich erstaunt über die Höhe der Beute.Nach dem spektakulären Bank-Einbruch in Gelsenkirchen hat sich Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisch über die Kooperation mit der betroffenen Sparkasse geäußert. „Fest steht: Weil die Informationen gefehlt haben und nicht zur Verfügung gestellt wurden, mussten Polizei und Staatsanwaltschaft hier tätig werden“, sagte Reul der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf.Die Polizei hatte das Institut am vergangenen Dienstag durchsucht. „Es ging bei der Durchsuchung der Bank um die Sicherstellung von Datenträgern sowie notwendigen Kundendaten, die bisher noch nicht vorgelegen haben“, erläuterte der Minister.Auf die Frage nach Indizien für einen möglichen Insider antwortete er: „Die Täter wussten wahrscheinlich genau, wonach sie suchen und wussten auch, wie sie es bekommen.“ Alles Weitere würden die Ermittlungen ergeben.Lesen Sie auchDie Dimension des Gelsenkirchener Millionen-Coups sei bemerkenswert, sagte Reul. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert, sondern dass man sein Geld sicher aufs Konto legt.“Ende Dezember hatten sich bislang unbekannte Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Der Coup soll sich über mehrere Tage hingezogen haben, ohne dass jemand etwas davon mitbekam. Fast alle 3250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen.Lesen Sie auchDer Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein. Vor allem Gold, Bargeld und Schmuck soll erbeutet worden sein. dpa/kami
NRW-Innenminister Reul: „Die Täter wussten wahrscheinlich genau, wonach sie suchen und wussten auch, wie sie es bekommen“ - WELT
Dass die Gelsenkirchener Sparkasse nach dem Tresor-Coup wichtige Daten den Behörden nicht übergeben wollte, wirft für NRW-Innenminister Reul ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Zugleich zeigte er sich erstaunt über die Höhe der Beute.







