PfadnavigationHomePolitikAuslandAuch auf „die harte Tour“„Werden etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“, sagt TrumpVeröffentlicht am 10.01.2026Lesedauer: 3 MinutenUS-Präsident Donald Trump verschärfte seine Rhetorik in Bezug auf Grönland und erklärte, er sei bereit, sich das Gebiet „auf die harte Tour“ zu sichern, sollte es keine Bereitschaft geben, einen Deal zu schließen, in dessen Rahmen die USA die Insel übernehmen könnten.Trump spricht davon, sich Grönland im Zweifel auch auf die „harte Tour“ sichern zu wollen. Er beschwört eine Drohkulisse: Wenn nicht die USA, würden China und Russland in Grönland zugreifen. Zu Geldzahlungen an Grönländer gibt er sich dagegen zurückhaltend.US-Präsident Donald Trump verschärfte seine Rhetorik in Bezug auf Grönland und erklärte, er sei bereit, sich das Gebiet „auf die harte Tour“ zu sichern, sollte es keine Bereitschaft geben, einen Deal zu schließen, in dessen Rahmen die USA die Insel übernehmen könnten.„Ich würde gerne einen Deal schließen, wissen Sie, auf die einfache Art und Weise. Aber wenn wir es nicht auf die leichte Tour schaffen, werden wir es auf die harte Tour machen“, sagte Trump am Freitag gegenüber Reportern im Weißen Haus.Lesen Sie auchWährend Trump schon seit langem darüber nachdenkt, Grönland zu einem Teil der USA zu machen, und das dänische Gebiet als eine Frage der nationalen Sicherheit bezeichnet, hat er seit Festsetzung des venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro durch das US-Militär seinen Fokus zuletzt verstärkt auf die Insel gelegt. Der US-Einsatz in Venezuela hat bei den Verbündeten neue Befürchtungen hinsichtlich Trumps Bereitschaft geweckt, das US-Militär einzusetzen, um seine außenpolitischen Ziele zu erreichen.Auf die Frage, ob er erwäge, den Bewohnern der Insel ein finanzielles Angebot zu unterbreiten, um sie zum Beitritt zu den USA zu bewegen, antwortete Trump, er spreche „noch nicht über Geld für Grönland“.Lesen Sie auch„Ich werde vielleicht einmal darüber sprechen, aber im Moment werden wir etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“, so Trump (im Original: „I might talk about that, but right now, we are going to do something on Greenland, whether they like it or not“, d. Red.). Trump sagte zudem, wenn die USA nicht bezüglich des dänischen Territoriums aktiv würden, würden es ihre geopolitischen Rivalen Russland und China. „Wir werden Russland oder China nicht als Nachbarn haben“, so Trump.Dänemark und andere EU- und Nato-Länder hatten in den vergangenen Tagen immer wieder empört auf Trumps Drohungen bezüglich Grönland reagiert. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte, ein Angriff auf Grönland durch den Nato-Verbündeten USA würde das Ende des Verteidigungsbündnisses besiegeln. Trump sagte dazu, er sei ein „Fan“ Dänemarks. „Sie waren sehr nett zu mir“, fügte der US-Präsident hinzu. „Aber wissen Sie, nur weil dort vor 500 Jahren ein Boot anlegte, heißt das nicht, dass ihnen das Land gehört.“ Grönland gehört zwar zu Dänemark, die Bewohner der Insel sind aber in ihren Entscheidungen autonom. Daraur wies jüngst der nun für ein dänisches Politikberatungsinstitut tätige Ex-Vizekanzler Robert Habeck im Podcast „Table Today“ hin. Bei allen Diskussionen über Grönland habe auch die Insel selbst mitzureden, sagte er dort, wie WELT berichtete. Lesen Sie auchDie einstige dänische Kolonie habe seit den 1970er-Jahren Verwaltungsrechte, seit 2009 sei sie selbstständig. Aus eigenem Willen lasse sie sich von Dänemark außen- und sicherheitspolitisch vertreten. Zudem wolle sie das skandinavische Wohlfahrtsmodell erhalten, spekulierte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister, statt Schulen und die Gesundheitsvorsorge privat finanzieren zu müssen, wie es in den Vereinigten Staaten üblich sei.Bloomberg/dpa/jac
Auch auf „die harte Tour“: „Werden etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“, sagt Trump - WELT
Trump spricht davon, sich Grönland im Zweifel auch auf die „harte Tour“ sichern zu wollen. Er beschwört eine Drohkulisse: Wenn nicht die USA, würden China und Russland in Grönland zugreifen. Zu Geldzahlungen an Grönländer gibt er sich dagegen zurückhaltend.












