PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBundestagsvizepräsident„Es stinkt“ – Nouripour beklagt Geruchsbelästigung im Bundestag und sieht „enormen Sanierungsbedarf“Veröffentlicht am 09.01.2026Lesedauer: 2 MinutenOmid Nouripour stört sich am Gestank im 20 Jahre alten BundestagQuelle: Alicia Windzio/dpaBundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) beschwert sich über den Gestank im 20 Jahre alten Bundestag. Grund seien bauliche Mängel. Es sei damals zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet worden. Nun bestehe „enormer Sanierungsbedarf“.Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat bauliche Mängel in den Parlamentsgebäuden kritisiert, die zu Geruchsbelästigungen im Plenarbereich und im Jakob-Kaiser-Haus führen. „Hier wurden einst sogenannte SML-Rohre für den Abfluss eingesetzt – leider auch waagrecht. Das führt dazu, dass sie schneller korrodieren, Abwasser sammelt sich, Schwefelsäure entsteht, beschädigt die Rohre und es stinkt“, sagte Nouripour in einem Interview mit dem „Spiegel“.„Der waagrechte Einbau war nicht sonderlich schlau. Das weiß jeder Fachmann. Der Austausch der Rohre wird nun Teil der nötigen Sanierung“, fügte er hinzu. Der Grünen-Politiker, seit März 2025 im Amt, ist auch Vorsitzender der Kommission des Ältestenrats für Bau- und Raumangelegenheiten des Parlaments.Er wies darauf hin, dass weitere Mängel wie etwa undichte Stellen auf den Dächern der Bundestagsbauten überwiegend behoben werden konnten. „Aber das ist leider nicht auf Dauer“. Lesen Sie auchAuch hier zeige sich jetzt, mehr als 20 Jahre nach Inbetriebnahme des Bundestags in Berlin, dass damals beim Bauen Fehler gemacht worden seien. „Da wurde zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet. Das rächt sich jetzt. Vor allem die flachen Dächer sind anfällig, gerade bei Starkregen. Mit der Zeit geht da jede Dichtung flöten. Es fehlt der Ablaufwinkel“, so Nouripour.Nouripour verwies darauf, dass insgesamt ein enormer Sanierungsbedarf beim Bundestag und den Büros für Abgeordnete und Mitarbeiter besteht. „Zwei Drittel der Gebäude müssen in den nächsten 20 Jahren saniert werden. Das heißt: 800 bis 1000 Büros sind in den nächsten zwei Jahrzehnten dauerhaft in Sanierung.“Bundestagsneubau könnte über eine Milliarde Euro kostenBei einem anderen Bauprojekt im Parlamentsviertel sieht Nouripour ein Kostenproblem. Eines der größten Neubauprojekte des Bundestags könnte deutlich teurer werden als bislang bekannt. Dabei handelt es sich um den Luisenblock Ost 1 an der Spree unweit des Bundestags. „Hier laufen wir auf ein großes Kostenproblem zu. Statt der bisher veranschlagten knapp 900 Millionen können die Kosten die Milliarde übersteigen“, sagte der Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour dem „Spiegel“.Lesen Sie auchDer Neubau sei relevant für die Arbeitsfähigkeit des Parlaments. Nouripour räumte aber ein, dass die Kostensteigerung schwer zu vermitteln sei. „Gleichzeitig würde jede weitere Verzögerung alles nur teurer machen. Ohne Abstriche bei der Funktionsfähigkeit und der Sicherheit muss jede sich bietende Einsparmöglichkeit umgesetzt werden“, sagte er.saha
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Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) beschwert sich über den Gestank im 20 Jahre alten Bundestag. Grund seien bauliche Mängel. Es sei damals zu sehr auf Schönheit und weniger auf Verlässlichkeit geachtet worden. Nun bestehe „enormer Sanierungsbedarf“.






