PfadnavigationHomeRegionalesHamburgVerbrechenMesserattacke in Hamburger Wohnunterkunft – Zielfahnder fassen 20-jährigen Verdächtigen nach FluchtVeröffentlicht am 09.01.2026Lesedauer: 2 MinutenZwischen den beiden Opfern und dem 20-Jährigen soll es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen sein (Symbolfoto)Quelle: picture alliance/dpa/Marijan MuratIn einer Wohnunterkunft im Hamburger Stadtteil Sülldorf entdecken Einsatzkräfte zwei Männer mit schweren Stichverletzungen. Der mutmaßliche Angreifer flüchtet zunächst, kann jedoch wenig später von Zielfahndern festgenommen werden. Die Mordkommission ermittelt.Ein Notruf in den frühen Morgenstunden hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Polizei im Hamburger Westen ausgelöst. Gegen 5.45 Uhr meldete ein Anrufer der Einsatzzentrale, dass er in einer Wohnunterkunft im Stadtteil Sülldorf zwei schwer verletzte Männer entdeckt habe. Als die ersten Streifenwagen kurze Zeit später in der Straße Sieversstücken eintrafen, bot sich den Beamten ein erschütterndes Bild: Zwei Männer im Alter von 54 und 58 Jahren lagen blutend am Tatort, beide wiesen mehrere Stichverletzungen auf. Trotz der Schwere ihrer Verletzungen waren sie zu diesem Zeitpunkt noch ansprechbar.Lesen Sie auchNach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll es zuvor zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Geschädigten und einem Mann gekommen sein, der ihnen zumindest flüchtig bekannt gewesen sein soll. In deren Verlauf habe der Angreifer mehrfach mit einem Messer zugestochen und beide Männer schwer verletzt. Anschließend flüchtete der Täter in unbekannte Richtung. Die Hintergründe des Streits sind bislang unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen.Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung ein. Rund ein Dutzend Streifenwagen, sogenannte Peterwagen, durchkämmten das umliegende Gebiet. Trotz des schnellen und intensiven Einsatzes blieb die Suche zunächst erfolglos. Parallel dazu kümmerten sich Rettungskräfte und Notärzte um die beiden Verletzten. Sie wurden noch am Tatort medizinisch erstversorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht, wo sie notoperiert werden mussten. Nach Angaben der Polizei ist ihr Zustand inzwischen stabil, Lebensgefahr bestehe derzeit nicht.Festnahme in AltonaErst im weiteren Verlauf der Ermittlungen gelang der Durchbruch. Zielfahnder des Landeskriminalamts konnten einen 20 Jahre alten Mann mit irakischer Staatsangehörigkeit im Bereich Hamburg-Altona vorläufig festnehmen. Er gilt als mutmaßlicher Täter. Auch das vermutliche Tatmittel, ein Messer, stellten die Ermittler sicher und nahmen es als Beweismittel an sich.Lesen Sie auchNach den ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen durch den Kriminaldauerdienst übernahm noch am selben Tag die Mordkommission die Ermittlungen. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft für Kapitaldelikte wird nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Der festgenommene 20-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Ob ein Haftbefehl erlassen wird, soll ein Haftrichter entscheiden – eine Entscheidung stand zuletzt noch aus.Die Polizei betont, dass die Ermittlungen, insbesondere zu Motiv und Ablauf der Tat, weiterhin andauern. Weitere Details wollen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgeben.dfe
Verbrechen: Messerattacke in Hamburger Wohnunterkunft – Zielfahnder fassen 20-jährigen Verdächtigen nach Flucht - WELT
In einer Wohnunterkunft im Hamburger Stadtteil Sülldorf entdecken Einsatzkräfte zwei Männer mit schweren Stichverletzungen. Der mutmaßliche Angreifer flüchtet zunächst, kann jedoch wenig später von Zielfahndern festgenommen werden. Die Mordkommission ermittelt.






