PfadnavigationHomePodcastsInside USAPodcast zur US-PolitikMaduro weg, alles bleibt? Trumps Machtpolitik mit VenezuelaVeröffentlicht am 07.01.2026Lesedauer: 2 MinutenQuelle: REUTERS/Adam GrayMachtpolitik, Militäraktionen, Ölinteressen: Nach der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro blickt die Welt auf Venezuela und Lateinamerika: Wie reagieren die Menschen auf den US-Angriff - und warum liegt der Fokus von Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit so stark auf dem Süden?In der ersten Folge von „Der Amerika-Effekt“ spricht US-Korrespondentin Stefanie Bolzen mit Chefreporter Steffen Schwarzkopf, der an der Grenze zu Venezuela ist, über die aktuelle Lage im Land, die Reaktion der Bevölkerung und das neue Machtgefüge in Caracas. Außerdem analysiert sie gemeinsam mit Lateinamerika-Korrespondent Tobias Käufer den Einfluss von Donald Trump auf Lateinamerika insgesamt.

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Hier bekommen Sie einen ersten Eindruck von der Folge:In der ersten Folge von „Der Amerika-Effekt“ geht es um die überraschende Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch ein US-Spezialkommando und die Folgen für das südamerikanische Land, die Region Lateinamerika und die globale Ordnung als Ganzes.WELT-Chefreporter Steffen Schwarzkopf berichtet von der kolumbianischen Grenze. Dorthin sind in den vergangenen Jahren mehr als 1,5 Millionen Venezolaner geflüchtet. Die Euphorie über Maduros Sturz wich allerdings rasch der Ernüchterung: Am Machtgefüge im Land hat sich kaum etwas geändert. Die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez führt die Regierung weiter, gestützt vom alten Sicherheitsapparat. Repressionen, Angst und Schweigen prägen weiter den Alltag – auch über Landesgrenzen hinweg.Trump lässt die Opposition links liegenObwohl die venezolanische Verfassung bei Abwesenheit des Präsidenten Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen vorschreibt, bleiben klare politische Perspektiven aus. Stattdessen betont Donald Trump vor allem wirtschaftliche Ziele: Die Ölindustrie Venezuelas soll in Rekordzeit wiederaufgebaut werden – mithilfe amerikanischer Unternehmen. Oppositionelle wie Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado spielen in dieser Strategie offenbar keine Rolle.Rodríguez, eng verbunden mit der alten Machtelite, scheint hingegen zu einer Schlüsselakteurin im neuen Plan zu werden. Beobachter vermuten: Entweder sie kooperiert mit Washington – oder ihr droht das gleiche Schicksal wie Maduro.Lateinamerika im Fokus der US-StrategieTrumps Außenminister Marco Rubio verfolgt derweil einen klaren Kurs für die gesamte Region: Die autoritären Regime in Kuba, Venezuela und Nicaragua sollen unter Druck gesetzt, Ressourcen wie Öl und Lithium gesichert werden. Migration, Drogenhandel und strategische Kontrolle der westlichen Hemisphäre rücken Lateinamerika verstärkt in den Fokus der amerikanischen Sicherheitspolitik.Wie sich Trumps Einfluss auf die Region langfristig auswirkt – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich – bleibt offen. Sicher ist nur: Die Weltordnung wird gerade neu verhandelt.