PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsAuto-Radar für BrückenmonitoringMarode Infrastruktur Veröffentlicht am 05.01.2026Der Beinahe-Einsturz der Carolabrücke hat das Fraunhofer-Institut zum Nachdenken gebrachtQuelle: Fraunhofer IISTeure Spezialsensorik macht die Überwachung von Brücken sehr teuer. Technik aus dem Auto könnte helfen. SP-X/Dresden. Sensoren aus dem Auto könnten bei der Überwachung maroder Infrastruktur genutzt werden. Forscher des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen erproben aktuell unter anderem die Eignung von Radarsystemen, die ursprünglich für Assistenzsysteme und autonomes Fahren entwickelt wurden. Der Vorteil der in Großserie hergestellten Technik: Sie ist deutlich billiger als die nur in kleiner Stückzahl produzierte Spezialsensorik für die Überwachung von Brücken und anderen Bauwerken.

Für das sogenannte „Structural Health Monitoring“ müssen die Radarsysteme jedoch angepasst werden, weil die im Fahrzeug benötigte Auflösung nicht ausreichen würde, um kleinste Veränderungen an Bauwerken zu erkennen. In einem Reallabor der TU Dresden in Bautzen testete das Team an einer 45 Meter langen Versuchsbrücke taktile Sensorik zusammen mit berührungsloser Radar-Messung. Die Lösung soll laut Fraunhofer statische Verschiebungen im Millimeter- und Submillimeterbereich sowie Schwingungen mit Frequenzen bis über 1.000 Hertz messen.