PfadnavigationHomeSportWintersportVierschanzentourneeGroßer Ärger um Skispringer Zajc – Schon wieder disqualifiziert und nun gesperrtVeröffentlicht am 08.01.2026Lesedauer: 3 MinutenIm Probedurchgang durfte Timi Zajc noch springenQuelle: REUTERS/Kai PfaffenbachDer slowenische Skispringer Timi Zajc sorgt für Negativschlagzeilen beim Neujahrsspringen: Schon wieder wird er disqualifiziert – wie in Oberstdorf. Durch das neue Sanktionssystem erhält er die Rote Karte.Der Startbalken oben am Anlauf blieb leer, als Timi Zajc an der Reihe war. Der slowenische Skispringer, der schon beim Auftakt in Oberstdorf wegen eines Regelverstoßes bei seinem Anzug disqualifiziert worden war, bleibt auch in Garmisch-Partenkirchen ohne Resultat. Während er sich in Oberstdorf erst über Platz drei gefreut hatte, dann aber kurz vor der Siegerehrung disqualifiziert worden war, fiel ein Reglement-Verstoß dieses Mal bereits bei der Kontrolle vor dem ersten Sprung auf – Zajc wurde direkt disqualifiziert, durfte gar nicht erst antreten und erhält die Rote Karte. Das Sanktionssystem mit Gelben und Roten Karten ist neu seit dieser Saison. Für Zajc bedeutet das: Er wurde nicht nur für die ersten beiden Springen der Vierschanzentournee disqualifiziert, sondern ist nun für die beiden anstehenden Wettbewerbe in Innsbruck am 4. Januar und den Tournee-Abschluss in Bischofshofen am 6. Januar gesperrt.„Das ist ein Denkzettel für ihn. Ich finde es frech – und das nicht im positiven Sinne“, sagte Eurosport-Experte Martin Schmitt. „In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist.“ In Oberstdorf war die Beininnenlänge von Zajc‘ Anzugs um drei Millimeter zu kurz gewesen, beim Neujahrsspringen wich sein Anzug um vier Millimeter von der Norm ab. Lesen Sie auchDrei oder vier Millimeter klingt nicht viel, aber Matthias Hafele, neuer Chefkontrolleur des Ski-Weltverbandes Fis, sagt ganz klar: „Regel ist Regel. Da kann man keine Ausnahmen machen.“ Nach dem Anzugskandal bei der WM im vergangenen Winter in Trondheim wird besonders genau hingeschaut, zudem gibt es neue Maße und neue Regeln. Die Botschaft ist klar: Keiner sollte ans Limit gehen, will er die Gefahr einer Disqualifikation vermeiden. Geiger: „Das darf nicht passieren“Bei der WM in Trondheim hatte Norwegens Mannschaft unerlaubt ein steifes Band in den Anzug eingenäht, das aerodynamische Vorteile bringt. Mehrere Sportler, darunter Marius Lindvik und Johann André Forfang, wurden gesperrt, sind aber inzwischen wieder im Weltcup dabei – auch bei der Tournee.Lesen Sie auchAuf seine Disqualifikation in Oberstdorf hatte Zajc scheinbar locker reagiert, auf Instagram schrieb er mit einem Augenzwinkern: „Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa alles okay.“ Das allerdings war es nicht. „Es kann einmal passieren, aber wenn es das zweite Mal in Folge passiert, muss ich sagen: das darf nicht passieren“, sagte der deutsche Skispringer Karl Geiger über den erneuten Verstoß des Slowenen. Und Ex-Weltklassespringer Severin Freund sagte als ZDF-Experte: „Es ist das einzig Korrekte, dass man der Linie treu bleibt. Wenn sich der Athlet dann nicht darauf einstellt und der Athlet nicht genug nacharbeitet, ist es die einzig logische Konsequenz, dass man von der Fis weiter bei der Linie bleibt.“
Vierschanzentournee: Großer Ärger um Skispringer Zajc – Schon wieder disqualifiziert und nun gesperrt - WELT
Der slowenische Skispringer Timi Zajc sorgt für Negativschlagzeilen beim Neujahrsspringen: Schon wieder wird er disqualifiziert – wie in Oberstdorf. Durch das neue Sanktionssystem erhält er die Rote Karte.









