Lkw-Fahren per Fernsteuerung: Die Software von Fernride gilt als kritische Technologie. Foto: PR (2) Rüstung: Vom Börsentraum zum Notverkauf – Das Drama um Fernride Das Münchener Start-up Fernride wird durch eine Übernahme von Quantum Systems gerettet. Doch gleich mehrere Beteiligte sehen dabei schlecht aus – auch ein großer Konzern.
Larissa Holzki, Christoph Schlautmann 21.12.2025 - 19:25 Uhr aktualisiert Artikel anhörenMünchen. Etwa 15 Millionen Euro. Das ist der Preis, den die Münchener Drohnenfirma Quantum Systems laut Insidern für das Start-up Fernride zahlen soll. Damit ist der Spezialist für ferngesteuerte Lkw beim Verkauf im Dezember weniger wert, als Investoren noch im Sommer hineingesteckt haben.Die beiden Parteien haben Fragen des Handelsblatts zu den Details des Deals nicht beantwortet. Doch klar ist: Es ist eine kleine Tragödie, an der sich die ganze Dramatik der Start-up-Welt zeigt – und das in nur wenigen Wochen.Noch im Juli sah es aus, als könnte Fernride eigenständig mit seiner Technologie den Weg zum autonomen Fahren ebnen. Da konnte Firmenchef Hendrik Kramer verkünden: An einem Hafen in Estland fahren Lastwagen mit Technologie von Fernride – fahrerlos und vom Tüv zertifiziert.Dazu gab es 18 Millionen Euro Kapital und einen neuen Geschäftszweig. Künftig wolle die Firma auch im boomenden Verteidigungssektor antreten, sagte Kramer dem Handelsblatt im August. Doch rückblickend wird klar: Seine Firma stand da bereits am Kipppunkt – und das bisher zentrale Geschäft in der Hafenlogistik kurz vor dem Aus.






