Düsseldorf. Die Nachrichten, die der deutsche Markt für Büroimmobilien zum Jahresende liefert, könnten kaum widersprüchlicher sein. Einerseits berichten die großen Beratungshäuser von Mieten in Rekordhöhe für Flächen in zentralen Lagen. Andererseits steigt die Zahl leer stehender Büros in Deutschlands Großstädten weiter an.Vor allem in die Jahre gekommene Gebäude suchen vergeblich nach Kaufinteressenten. Für Premiumflächen indes bringen sich Investoren aus dem Ausland, deutsche Family-Offices und vermögende Privatinvestoren zunehmend in Stellung.Für Pierre Nolte, seit August Deutschlandchef des internationalen Immobilienberatungshauses Cushman & Wakefield, zeigen diese Botschaften vor allem eines: „Die Anforderungen an Büroflächen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert – was wir erleben, ist ein ganz starker Trend hin zu innerstädtischen Lagen.“ Dort fänden Unternehmen verkehrstechnisch sehr gut angebundene und hochwertig ausgestattete Flächen.15Prozent der Büroflächenstehen in manchen Großstädten leer.Die hohe Nachfrage nach diesen Premiumflächen habe dafür gesorgt, dass ihre sogenannten Spitzenmieten weiter stiegen. „Und das wird auch ein Trend sein, der mit Sicherheit im nächsten Jahr weiter anhält“, prognostiziert Nolte.