PfadnavigationHomePanoramaNach vielen BeschwerdenMüll, Aggressionen, Polizeieinsätze – Bezirksämter sperren Sozial-Hotel in BerlinVeröffentlicht am 09.12.2025Lesedauer: 2 MinutenEin Berliner Hotel dient seit Jahren als Notunterkunft für Roma und Obdachlose und kostet dem Steuerzahler Millionen. Matthias Steuckardt (CDU), Bezirksstadtrat in Berlin-Schöneberg, erklärt, warum der Bezirk jetzt einen Belegungsstopp verhängt.Nach vielen Klagen von Anwohnern und Hinweisen auf Hygienemängel bringen die Bezirke in einem Hotel in Berlin-Schöneberg keine Obdachlosen mehr unter. Die FDP fordert die endgültige Schließung und sammelt Unterschriften.In einer Unterkunft für wohnungslose Menschen im Berliner Stadtteil Schöneberg werden vorerst keine Obdachlosen mehr untergebracht. Mehrere Bezirksämter hätten entschieden, das dortige BB Hotel nicht länger für Unterkünfte nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) zu nutzen, berichtet die „B.Z. Berlin“. Das Gesetz regelt die Unterbringung von Obdachlosen.Lesen Sie auchDas Hotel in Berlin-Schöneberg dient seit Jahren als Unterkunft für Roma-Familien aus Südosteuropa. Anwohner hatten wiederholt über Müll, Lärm und aggressive Szenen vor dem Gebäude berichtet. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 zählte die Polizei 102 Einsätze an der Adresse, berichtet der „Tagesspiegel“ im Oktober.Lesen Sie auchDer stellvertretende Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Matthias Steuckardt (CDU), bestätigte der „B.Z. Berlin“, dass derzeit keine Unterbringung mehr in der Einrichtung stattfinde. „Die Unterkunft ist komplett leergezogen. Dort wohnen nur noch 28 Selbstzahler“, wird Steuckardt zitiert. Hintergrund sei der Zustand des Gebäudes: Bei Kontrollen habe es hygienische Mängel und einen Verdacht auf Ungezieferbefall gegeben. Steuckardt hatte erst im November erklärt, es sei ein Belegungsstopp für das Hotel erlassen worden.Sehen Sie hier eine Fernsehreportage über das Sozial-Hotel von Oktober:Neben den Beschwerden über das Umfeld des Hotels ist damit auch die Unterbringungspraxis der Bezirke in den Fokus geraten. Nach dem ASOG können Menschen ohne Unterkunft in Berlin vorübergehend in Hotels oder ähnlichen Einrichtungen untergebracht werden, wenn kommunale Kapazitäten fehlen. Die Entscheidung, das Hotel in Schöneberg vorerst nicht mehr zu nutzen, bedeutet nach Angaben aus dem Bezirk, dass Betroffene nun auf andere Unterkünfte verteilt werden müssen.FDP will Hotel dichtmachenDie FDP im Bezirk Tempelhof-Schöneberg geht der Schritt der Bezirksverwaltung allerdings nicht weit genug. Nach Angaben der „B.Z.“ fordert sie eine vollständige Schließung des Hotels. Der FDP-Bezirksvorsitzende Holger Krestel kündigte an, 1000 Unterschriften zu sammeln, um einen entsprechenden Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung einzubringen und „öffentlichen Druck“ zu erzeugen.Lesen Sie auchKrestel beklagt neben den hygienischen Problemen auch möglichen Missbrauch von Sozialleistungen durch einzelne frühere Bewohner und spricht von „einer Menge Steuergeldern“, die verloren gingen. Eine sofortige Schließung des Hauses sei aus seiner Sicht „die beste Lösung“. Wie es mit dem Gebäude und einer möglichen künftigen Nutzung weitergeht, ist derzeit offen.ll
Berlin: Bezirksämter sperren Sozial-Hotel – Verdacht auf Ungezieferbefall - WELT
Nach vielen Klagen von Anwohnern und Hinweisen auf Hygienemängel bringen die Bezirke in einem Hotel in Berlin-Schöneberg keine Obdachlosen mehr unter. Die FDP fordert die endgültige Schließung und sammelt Unterschriften.






