PfadnavigationHomeWirtschaftMedienbericht„Brief von Merz sehr positiv aufgenommen“ – EU kippt offenbar Verbrenner-Aus auch nach 2035Veröffentlicht am 02.12.2025Lesedauer: 3 MinutenDas geplante Verbrennerverbot ab 2035 steht offenbar vor dem Aus. „Die Autohersteller bekommen mehr Zeit, sich anzupassen,“ so Lena Trautermann, stellvertretende Chefredakteurin der „Autobild“.Die Diskussion um das Verbrenner-Aus ist noch nicht abgeschlossen. Der Zeitplan für einen neuen Vorschlag der Kommission wackelt einem Bericht zufolge. Auch hat der Brief von Kanzler Merz zum Verbrenner seine Wirkung in Brüssel offenbar nicht verfehlt.Die EU-Kommission könnte sich laut einem Bericht des „Handelsblatts“ für einen neuen Vorschlag zum Verbrenner-Aus mehr Zeit lassen als ursprünglich vorgesehen. Bislang wurde erwartet, dass die Brüsseler Behörde ihren Vorschlag Mitte kommender Woche vorstellt, jetzt wird dies möglicherweise erst im kommenden Jahr passieren. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas sagte dem „Handelsblatt“: „Es könnte verzögert werden.“ Dafür gebe es gute Gründe.„Wir arbeiten weiterhin sehr hart daran, bis zum 10. Dezember bereit zu sein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass wir etwas später dran sind“, sagte der Verkehrskommissar. Lesen Sie auchAuch öffnet die EU-Kommission dem Bericht nach die Tür für neue Fahrzeuge mit Verbrenner-Antrieb auch nach 2035. Dies sei im „Auto-Paket“ vorgesehen, das die Kommission in den kommenden Wochen vorstellen will.Angesprochen auf einen Brief von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), in dem sich der Kanzler für „hocheffiziente Verbrenner“ auch nach 2035 starkmachte, sagte Tzitzikostas: „Wir sind offen für alle Technologien.“Der Kommissar ergänzte: „Der Brief von Kanzler Merz wurde sehr positiv aufgenommen.“ Die Kommission werde in der neuen Regelung „alle technologischen Entwicklungen“ einbeziehen – „einschließlich der Rolle von emissionsfreien und emissionsarmen Kraftstoffen und fortgeschrittenen Biokraftstoffen“.Lesen Sie auchDie derzeitigen EU-Vorgaben schreiben vor, dass vom Jahr 2035 an faktisch keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden dürfen. Dadurch soll der CO₂-Ausstoß des Verkehrssektors stärker sinken. Merz fordert von der EU-Kommission ein Umdenken und hat einen entsprechenden Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschrieben.Lesen Sie auchAuf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur kommentierte die EU-Kommission den Bericht des „Handelsblatts“ zunächst nicht. Auf die Frage nach dem Zeitpunkt, wann die Kommission ihre Vorschläge präsentieren will, sagte eine Sprecherin: „Die Kommission hat den deutschen Beitrag erhalten und wartet auf weitere Beiträge – dies ist ein fortlaufender Prozess.“ Man werde alle Beiträge berücksichtigen und dann eine Entscheidung über die nächsten Schritte treffen.EU-Kommissar: Müssen unserer Industrie helfenMerz hatte die EU-Kommission in dem Brief gebeten, die Regulierung zum sogenannten Verbrenner-Aus zu korrigieren. Nach 2035 sollten neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen weiterhin Fahrzeuge mit doppeltem Antrieb - also Batterie und Verbrenner - zugelassen werden. Der Kanzler wies zudem darauf hin, dass die Bundesländer bereits vorgeschlagen hätten, auch „hocheffiziente Verbrenner“ zuzulassen.Die Kommission betrachte derzeit etwa die Rolle von umweltfreundlicheren Kraftstoffen wie Biokraftstoffen, die Rolle von Firmenwagen sowie mögliche Vorgaben für Produktionsanteile in der EU, so Tzitzikostas in dem Interview.Der Kommissar betonte, bei dem Thema gehe es auch darum, die geopolitischen Entwicklungen zu berücksichtigen. „Wir müssen darauf achten, unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen und gleichzeitig der EU-Industrie dabei helfen, ihren technologischen Vorsprung zu halten“, sagte er.dpa/rct
EU kippt offenbar Verbrenner-Aus – „Der Brief von Kanzler Merz wurde sehr positiv aufgenommen“ - WELT
Die Diskussion um das Verbrenner-Aus ist noch nicht abgeschlossen. Der Zeitplan für einen neuen Vorschlag der Kommission wackelt einem Bericht zufolge. Auch hat der Brief von Kanzler Merz zum Verbrenner seine Wirkung in Brüssel offenbar nicht verfehlt.






